holzwurm
Aus Platzgründen wird der Eine oder Andere wie ich den Wunsch haben, ein Mulifunkionspielgerät zu bauen. Klar, daß es immer auf die Vorlieben und Bedürfnisse der Nutzer ankommt, aber ich denke, mit meiner Brücke (so nenne ich mein Konstrukt), habe ich mir einen Prototyp, ein Funktionsmodell geschaffen, das mir ausbaufähig erscheint.
Gebaut habe ich dieses Gerät schon vor einiger Zeit. Leider habe ich bei der Herstellung keine Fotos davon gemacht.
Die Nutzung besteht zunächst einmal aus drei Baustufen. Als Bock (Bild 1 und 2), als Spankbank oder so etwas wie einen Strafbock-Ersatz (Bild 3) und dazu noch, wenn alle Bauteile gekoppelt sind, als eine Bondageliege (Bild 4)
Angedacht ist noch, eine Möglichkeit zu schaffen, um als Streckbank zu fungieren und dem Bock etwas an zu bauen, daß er als Wooden Pony oder Spanisches Pferd einzusetzen wäre.
Als zusätzliche Möglichkeit, habe ich mir bis jetzt erst ein paar Beinstützen angefertigt und kann eine Art Gyn-Stuhl nutzen. Mit deren Befestigung am Gerät bin ich aber noch nicht so ganz glücklich (Bild 5 und 11)
So, zunächst aber erst einmal eine ungefäre Materialliste.
*4 Stk Fichte/Tanne 1200x250x18mm (massive Leimholzplatten für den Möbelbau)
*2 Stk Fichte/Tanne 800x250x18mm
*1 Stk Kiefernsperrholz 615x805x4 oder 5mm (für das gerade Mittelteil)
*2 Stk Kiefernsperrholz 615x670x4 oder 5mm (das kann man ohne große Probleme um diesen Radius von 250mm biegen)
Bei den Angaben der Maße des Sperrholzes möge man bitte darauf achten, das diese Angaben sich als LängexBreitexStärke verstehen. Dabei bedeutet Länge in diesen Fall = Faserverlauf des Holzes.
*ein paar Dachlatten von 48x24mm als Querstücke
*2 Stk Fichte/Tanne Bretter, circa 2000x100x20mm für die Traversen
*8 Stk. M8x60mm Schlossschrauben mit Muttern (für das Koppeln der Bauteile)
*einige M8x50 mm Schlossschrauben
*ein paar M8x30mm Schlossschrauben (dabei kommt es darauf an, wo und wie viele Befestigungen und Ösen gesetzt werden sollen)
*Unterlegscheiben in ausreichender Menge
*M8mm Ringschrauben (circa 10 Stück)
*2 kräftige schwarze Kistengriffe aus Blech
*ich verwende eine Gymnastikmatte als Polsterung
Dazu noch Leim, diverse Schrauben, schwarzen Lack, Klarlack und normales haushaltsübliches Handwerkzeug.
Als zusätzliche Ausstattung empfehle ich Stichsäge, Oberfräse mit Bündigfräser, Kappsäge, Akku-Bohrschrauber, einen Schwingschleifer und dazu noch einige Schraubzwingen.
Beim Bau begann ich mit den vier Holmen der Böcke. Diese sind als gleichseitiges Dreieck, also im Winkel von 60° konstruiert. Ich habe mir das Ganze zuvor erst auf ein großes Stück Pappe aufgezeichnet, um die endgültigen Maße und somit die Höhe (bei mir 750mm bis Oberkante) des Ganzen zu ermitteln.
Ich wollte ja nicht erst auf eine Leiter steigen müssen, um meine angebundene Sub zu beglücken.
Nachdem ich die Schmiegen von 60° bzw. 30° auf die vier 1200mm langen Bretter übertragen hatte, habe ich direkt mit dem Zirkel den Radius von hier 250mm, angezeichnet. Das ergab im zusammengebauten Zustand dann einen ordentlichen Bogen als Auflage (Bild 1 und 2). Wer keinen so großen Zirkel zur Hand hat, nimmt einfach ein Stück Holzleiste; als Drehpunkt einen Nagel, den man einige Millimeter durchtreibt. Dann noch im entsprechenden Abstand ein circa 8mm Loch für den Bleistift gebohrt und damit den Kreisbogen schlagen/anzeichnen.
Außerdem mag ich gerne abgerundete Enden. Die Rundungen am unteren Ende der Holmen sind mit einem runden Dosendeckel angezeichnet worden. So paßte es wieder zum Gesamtbild mit meinem Andeaskreuz.
Mit einer Kappsäge habe ich dann die Querträger (Bild 6) aus den Dachlatten zugeschnitten. Da nicht jeder zuhause eine solche Säge hat, könnte es hilfreich sein, sich die Dachlatten im Baumarkt direkt im Holzzuschnitt auf Maß schneiden zu lassen. Dann sind sie zum Einen gerader als von Hand und man spart sich auch eine Menge Muskelarbeit. 4 Stück in jeder Hälfte des Bockes und 7 Stück in der geraden Brücke. Die Länge der Querstücke errechnet sich aus fertiger Breite (hier 610mm) des Gerätes minus doppelte Materialstärke der Holmen (hier 2x18mm). Die Querstücke sind dann mit Leim und 4,5x60mm Kreuzschlitzschrauben eingebaut worden.
Danach habe ich gleich das Sperrholz ebenfalls mit Leim und kleinen Schrauben um die Rundung gelegt und verschraubt. Die Sperrholzplatte sollte etwas größer zugeschnitten worden sein, als die äußeren Maße des Holzrahmens. Es dürfte keine Schwierigkeit geben, das Sperrholz um den Radius zu legen. Man sollte darauf achten, daß der Faserverlauf hier Quer zum Rahmen verläuft (auch im Bild 6 zu sehen). Sperrholz besteht immer aus einer ungeraden Anzahl von kreuzweise verleimten Furnierschichten. Bei unserem dünnen Kiefernsperrholz sollten es drei Schichten sein. Somit muß man nur die Mittellage in Faserrichtung biegen. Das quer liegenden Sperrholz läßt sich daher einfacher um die Rundung legen. Im Bedarfsfall kann man das Sperrholz auf der konvexen Seite mit Wasser gut anfeuchten. Das hilft, das Material etwas flexibler zu machen. Diese Methode klappt übrigens auch bei rohen Hartfaserplatten, die man zum Beispiel als Unterbau von Polsterungen verwenden möchte. Einzig die sonst doch recht glatte Oberfläche dieser HDF-Platte, wird nach dem Trocknen etwas rauher sein.
Ich nutzte das Sperrholz auch, um den Rahmen vor dem Abbinden des Leimes in einen rechten Winkel zu drücken. Den Überstand habe ich nach dem Trocknen mit einer Oberfräse einfach bündig beigefräst.
Nach derselben Art ist dann auch noch das gerade 3. Teil entstanden. Da habe ich mehr Träger (Dachlatten) daruntergeschraubt, da hier die Wölbung fehlt, die dem Sperrholz über den Böcken zusätzliche Stabilität gibt. Die Löcher in der Sperrholzplatte habe ich dann mit Kitt zugespachtelt und später beigeschliffen.
Jetzt konnte ich die Teile mit Schraubzwingen zum Test zusammenhalten.
In die Querstücke, die sich nun gegenüberliegen, sind dann je vier 8mm Löcher gebohrt. Da es von Innen her schwierig ist , da frei durch zu bohren, kann man in diesem Fall recht gut mit Anreißhilfen (Bild 7) arbeiten. Man findet sie in fast jedem Baumarkt für wenig Geld in 6, 8 und 10mm bei den Holzdübeln.
Zuerst habe ich in die beiden Teile des Bockes alle Löcher gebohrt, dann die beiden Teile als Fuß- und Kopfteil bezeichnet. Nun habe ich auch das gerade Stück angehalten und durchbohrt und ebenfalls entsprechend mit Kopf und Fuß bezeichnet. So fallen beim Zusammenbau kleinere Differenzen den Bohrungen nicht so ins Gewicht. Ich hatte zuerst überlegt, das Ganze mit Steck-oder Kulissenscharnieren zusammen zu halten. Zum einen wäre es schneller gegangen, die Teile bei Bedarf umzubauen. Andererseits habe ich mich dann eben für die Variante mit durchgehenden Schlossschrauben entschieden, da ich denen einfach mehr Haltbarkeit und Tragkraft zutraue.
Nachdem nun alle Löcher gebohrt waren und ich die M8x60mm Schlossschrauben durchgesteckt hatte, konnte ich das Ganze mit M8 Muttern, Unterlegscheiben zusammenschrauben (Bild 8 ). Hilfreich kann hier eine Umschaltknarre mit 13mm Nuß sein.
Alles hatte gepasst, und so begann ich mit dem Schleifen und Lackieren.
Zur nötigen Stabilität und als Möglichkeit, meine Kleine einfacher zu binden, habe ich dann aus Resten eines alten Kinderbettes (daher die schwarz lackierten Hölzer) zwei Traversen angebracht (Bild 9 und 10) und in diese 8x100mm Schrauben eingedreht. Ich fand den Kontrast zwischen dem Naturholz, dem schwarzem Lack und den verzinkten Sechskantschrauben gar nicht so unansehnlich. Auf diese Art und Weise stabilisiert, hat das Gerät schon 180 sehr aktive Kilogramm problemlos ausgehalten. Praktisch ist auch, daß das Seil einfach und schnell nur um die Schrauben zu legen ist und beim Lösen einfach herunter fällt und ich nicht alles Seil durch Ösen oder sowas zu dröseln brauche.
Die einzelnen Ringschrauben habe ich nun nach den Maßen von meiner Sub angebracht. Auch die Haltegriffe am Kopfteil anzuschrauben, gehen als Idee und Wunsch auf ihr Konto. Als Polster verwende ich zur Zeit noch diese Augen schädigende grüne Gymnastikmatte aus dem Sportbedarf. Meine scheint aus einem extrem weichen Kautschukmaterial zu bestehen, jedenfalls rutscht sie praktischerweise nicht auf der lackierten Fläche.
Für die Beinstützen (Bild 5 und 11) habe ich einen Winkel aus 200x150x15mm Multiplex, ein Stück 150mm Dachlatte, einem Stück Moosgummi und etwas Kunstleder gemacht. Wie man Schnallen und Riemen zur Befestigung herstellt und die Winkel aufpolstert, entnehme man bitte der Datenbank oder anderen Quellen.
Wie schon erwähnt, ist die Befestigung der beiden Stützen am Gerät etwas, was noch überdacht werden sollte (Bild 5 und 11). Aber wie lautet doch die alte Häuslebauer-Weisheit: „Nichts ist so beständig wie ein Provisorium.“
Irgendwann, wenn noch so einige weitere Möglichkeiten erprobt sind, möchte ich dieses Gerät aus formverleimtem Holz mit Alusprossen oder so etwas in der Art bauen und als Auflage gerne eine dicke Gummimatte haben. *schnief* *träum* *sabber*
Ich frage mich, ob es besser gewesen wäre, den Winkel nicht 60°, sondern noch etwas steiler zu wählen. Ich stehe teilweise doch etwas nah an der unteren Kante, wenn ich von der Kopf- oder Fußseite her an meine Sub heran möchte.
Die Packmaße von circa 800x750x610mm, sind bei diesen drei „Kisten“ schon ein größeres Übel. Die zwei 1250mm langen Traversen und die beiden Beinhalter fallen da nicht mehr ins Gewicht. Auch wenn die Kisten hohl sind und man kleineres Spielzeug hineinpacken kann.
Dieses Gerät als besonders transpotable Lösungen zu ersinnen, hatte für meine Person nicht so einen starken Stellenwert und es bleibt dem geneigten Nachbauer überlassen, sich eine PKW-tauglichere Version zu überlegen.
Ich verweise noch auf die notwendigen Sicherheitsvorkehrungen im Umgang mit Werkzeugen und Maschinen.
Ebenso sollte es sich von selber verstehen, daß bei Benutzung eines solchen Spielgerätes auf die übliche Sicherheit von aktivem und passivem Part zu achten ist.
Gruß, holzwurm
Zum Eintrag in der Datenbank
Gebaut habe ich dieses Gerät schon vor einiger Zeit. Leider habe ich bei der Herstellung keine Fotos davon gemacht.
Die Nutzung besteht zunächst einmal aus drei Baustufen. Als Bock (Bild 1 und 2), als Spankbank oder so etwas wie einen Strafbock-Ersatz (Bild 3) und dazu noch, wenn alle Bauteile gekoppelt sind, als eine Bondageliege (Bild 4)
Angedacht ist noch, eine Möglichkeit zu schaffen, um als Streckbank zu fungieren und dem Bock etwas an zu bauen, daß er als Wooden Pony oder Spanisches Pferd einzusetzen wäre.
Als zusätzliche Möglichkeit, habe ich mir bis jetzt erst ein paar Beinstützen angefertigt und kann eine Art Gyn-Stuhl nutzen. Mit deren Befestigung am Gerät bin ich aber noch nicht so ganz glücklich (Bild 5 und 11)
So, zunächst aber erst einmal eine ungefäre Materialliste.
*4 Stk Fichte/Tanne 1200x250x18mm (massive Leimholzplatten für den Möbelbau)
*2 Stk Fichte/Tanne 800x250x18mm
*1 Stk Kiefernsperrholz 615x805x4 oder 5mm (für das gerade Mittelteil)
*2 Stk Kiefernsperrholz 615x670x4 oder 5mm (das kann man ohne große Probleme um diesen Radius von 250mm biegen)
Bei den Angaben der Maße des Sperrholzes möge man bitte darauf achten, das diese Angaben sich als LängexBreitexStärke verstehen. Dabei bedeutet Länge in diesen Fall = Faserverlauf des Holzes.
*ein paar Dachlatten von 48x24mm als Querstücke
*2 Stk Fichte/Tanne Bretter, circa 2000x100x20mm für die Traversen
*8 Stk. M8x60mm Schlossschrauben mit Muttern (für das Koppeln der Bauteile)
*einige M8x50 mm Schlossschrauben
*ein paar M8x30mm Schlossschrauben (dabei kommt es darauf an, wo und wie viele Befestigungen und Ösen gesetzt werden sollen)
*Unterlegscheiben in ausreichender Menge
*M8mm Ringschrauben (circa 10 Stück)
*2 kräftige schwarze Kistengriffe aus Blech
*ich verwende eine Gymnastikmatte als Polsterung
Dazu noch Leim, diverse Schrauben, schwarzen Lack, Klarlack und normales haushaltsübliches Handwerkzeug.
Als zusätzliche Ausstattung empfehle ich Stichsäge, Oberfräse mit Bündigfräser, Kappsäge, Akku-Bohrschrauber, einen Schwingschleifer und dazu noch einige Schraubzwingen.
Beim Bau begann ich mit den vier Holmen der Böcke. Diese sind als gleichseitiges Dreieck, also im Winkel von 60° konstruiert. Ich habe mir das Ganze zuvor erst auf ein großes Stück Pappe aufgezeichnet, um die endgültigen Maße und somit die Höhe (bei mir 750mm bis Oberkante) des Ganzen zu ermitteln.
Ich wollte ja nicht erst auf eine Leiter steigen müssen, um meine angebundene Sub zu beglücken.
Nachdem ich die Schmiegen von 60° bzw. 30° auf die vier 1200mm langen Bretter übertragen hatte, habe ich direkt mit dem Zirkel den Radius von hier 250mm, angezeichnet. Das ergab im zusammengebauten Zustand dann einen ordentlichen Bogen als Auflage (Bild 1 und 2). Wer keinen so großen Zirkel zur Hand hat, nimmt einfach ein Stück Holzleiste; als Drehpunkt einen Nagel, den man einige Millimeter durchtreibt. Dann noch im entsprechenden Abstand ein circa 8mm Loch für den Bleistift gebohrt und damit den Kreisbogen schlagen/anzeichnen.
Außerdem mag ich gerne abgerundete Enden. Die Rundungen am unteren Ende der Holmen sind mit einem runden Dosendeckel angezeichnet worden. So paßte es wieder zum Gesamtbild mit meinem Andeaskreuz.
Mit einer Kappsäge habe ich dann die Querträger (Bild 6) aus den Dachlatten zugeschnitten. Da nicht jeder zuhause eine solche Säge hat, könnte es hilfreich sein, sich die Dachlatten im Baumarkt direkt im Holzzuschnitt auf Maß schneiden zu lassen. Dann sind sie zum Einen gerader als von Hand und man spart sich auch eine Menge Muskelarbeit. 4 Stück in jeder Hälfte des Bockes und 7 Stück in der geraden Brücke. Die Länge der Querstücke errechnet sich aus fertiger Breite (hier 610mm) des Gerätes minus doppelte Materialstärke der Holmen (hier 2x18mm). Die Querstücke sind dann mit Leim und 4,5x60mm Kreuzschlitzschrauben eingebaut worden.
Danach habe ich gleich das Sperrholz ebenfalls mit Leim und kleinen Schrauben um die Rundung gelegt und verschraubt. Die Sperrholzplatte sollte etwas größer zugeschnitten worden sein, als die äußeren Maße des Holzrahmens. Es dürfte keine Schwierigkeit geben, das Sperrholz um den Radius zu legen. Man sollte darauf achten, daß der Faserverlauf hier Quer zum Rahmen verläuft (auch im Bild 6 zu sehen). Sperrholz besteht immer aus einer ungeraden Anzahl von kreuzweise verleimten Furnierschichten. Bei unserem dünnen Kiefernsperrholz sollten es drei Schichten sein. Somit muß man nur die Mittellage in Faserrichtung biegen. Das quer liegenden Sperrholz läßt sich daher einfacher um die Rundung legen. Im Bedarfsfall kann man das Sperrholz auf der konvexen Seite mit Wasser gut anfeuchten. Das hilft, das Material etwas flexibler zu machen. Diese Methode klappt übrigens auch bei rohen Hartfaserplatten, die man zum Beispiel als Unterbau von Polsterungen verwenden möchte. Einzig die sonst doch recht glatte Oberfläche dieser HDF-Platte, wird nach dem Trocknen etwas rauher sein.
Ich nutzte das Sperrholz auch, um den Rahmen vor dem Abbinden des Leimes in einen rechten Winkel zu drücken. Den Überstand habe ich nach dem Trocknen mit einer Oberfräse einfach bündig beigefräst.
Nach derselben Art ist dann auch noch das gerade 3. Teil entstanden. Da habe ich mehr Träger (Dachlatten) daruntergeschraubt, da hier die Wölbung fehlt, die dem Sperrholz über den Böcken zusätzliche Stabilität gibt. Die Löcher in der Sperrholzplatte habe ich dann mit Kitt zugespachtelt und später beigeschliffen.
Jetzt konnte ich die Teile mit Schraubzwingen zum Test zusammenhalten.
In die Querstücke, die sich nun gegenüberliegen, sind dann je vier 8mm Löcher gebohrt. Da es von Innen her schwierig ist , da frei durch zu bohren, kann man in diesem Fall recht gut mit Anreißhilfen (Bild 7) arbeiten. Man findet sie in fast jedem Baumarkt für wenig Geld in 6, 8 und 10mm bei den Holzdübeln.
Zuerst habe ich in die beiden Teile des Bockes alle Löcher gebohrt, dann die beiden Teile als Fuß- und Kopfteil bezeichnet. Nun habe ich auch das gerade Stück angehalten und durchbohrt und ebenfalls entsprechend mit Kopf und Fuß bezeichnet. So fallen beim Zusammenbau kleinere Differenzen den Bohrungen nicht so ins Gewicht. Ich hatte zuerst überlegt, das Ganze mit Steck-oder Kulissenscharnieren zusammen zu halten. Zum einen wäre es schneller gegangen, die Teile bei Bedarf umzubauen. Andererseits habe ich mich dann eben für die Variante mit durchgehenden Schlossschrauben entschieden, da ich denen einfach mehr Haltbarkeit und Tragkraft zutraue.
Nachdem nun alle Löcher gebohrt waren und ich die M8x60mm Schlossschrauben durchgesteckt hatte, konnte ich das Ganze mit M8 Muttern, Unterlegscheiben zusammenschrauben (Bild 8 ). Hilfreich kann hier eine Umschaltknarre mit 13mm Nuß sein.
Alles hatte gepasst, und so begann ich mit dem Schleifen und Lackieren.
Zur nötigen Stabilität und als Möglichkeit, meine Kleine einfacher zu binden, habe ich dann aus Resten eines alten Kinderbettes (daher die schwarz lackierten Hölzer) zwei Traversen angebracht (Bild 9 und 10) und in diese 8x100mm Schrauben eingedreht. Ich fand den Kontrast zwischen dem Naturholz, dem schwarzem Lack und den verzinkten Sechskantschrauben gar nicht so unansehnlich. Auf diese Art und Weise stabilisiert, hat das Gerät schon 180 sehr aktive Kilogramm problemlos ausgehalten. Praktisch ist auch, daß das Seil einfach und schnell nur um die Schrauben zu legen ist und beim Lösen einfach herunter fällt und ich nicht alles Seil durch Ösen oder sowas zu dröseln brauche.
Die einzelnen Ringschrauben habe ich nun nach den Maßen von meiner Sub angebracht. Auch die Haltegriffe am Kopfteil anzuschrauben, gehen als Idee und Wunsch auf ihr Konto. Als Polster verwende ich zur Zeit noch diese Augen schädigende grüne Gymnastikmatte aus dem Sportbedarf. Meine scheint aus einem extrem weichen Kautschukmaterial zu bestehen, jedenfalls rutscht sie praktischerweise nicht auf der lackierten Fläche.
Für die Beinstützen (Bild 5 und 11) habe ich einen Winkel aus 200x150x15mm Multiplex, ein Stück 150mm Dachlatte, einem Stück Moosgummi und etwas Kunstleder gemacht. Wie man Schnallen und Riemen zur Befestigung herstellt und die Winkel aufpolstert, entnehme man bitte der Datenbank oder anderen Quellen.
Wie schon erwähnt, ist die Befestigung der beiden Stützen am Gerät etwas, was noch überdacht werden sollte (Bild 5 und 11). Aber wie lautet doch die alte Häuslebauer-Weisheit: „Nichts ist so beständig wie ein Provisorium.“
Irgendwann, wenn noch so einige weitere Möglichkeiten erprobt sind, möchte ich dieses Gerät aus formverleimtem Holz mit Alusprossen oder so etwas in der Art bauen und als Auflage gerne eine dicke Gummimatte haben. *schnief* *träum* *sabber*
Ich frage mich, ob es besser gewesen wäre, den Winkel nicht 60°, sondern noch etwas steiler zu wählen. Ich stehe teilweise doch etwas nah an der unteren Kante, wenn ich von der Kopf- oder Fußseite her an meine Sub heran möchte.
Die Packmaße von circa 800x750x610mm, sind bei diesen drei „Kisten“ schon ein größeres Übel. Die zwei 1250mm langen Traversen und die beiden Beinhalter fallen da nicht mehr ins Gewicht. Auch wenn die Kisten hohl sind und man kleineres Spielzeug hineinpacken kann.
Dieses Gerät als besonders transpotable Lösungen zu ersinnen, hatte für meine Person nicht so einen starken Stellenwert und es bleibt dem geneigten Nachbauer überlassen, sich eine PKW-tauglichere Version zu überlegen.
Ich verweise noch auf die notwendigen Sicherheitsvorkehrungen im Umgang mit Werkzeugen und Maschinen.
Ebenso sollte es sich von selber verstehen, daß bei Benutzung eines solchen Spielgerätes auf die übliche Sicherheit von aktivem und passivem Part zu achten ist.
Gruß, holzwurm
Zum Eintrag in der Datenbank
... möchte. Außerdem steht sie nun auch auf dem Gerät und nicht mehr mit den Füßen auf dem Boden. So kann sie auch bei stärkerem Gezappel nicht mehr mit dem Teil duch die Wohnung wandern.