Zippo
Hallo Oliver!
Ich habe mir bereits Rinder- bzw. Kalbsleder bestellt über das Internet.
Ist allerdings nicht die perfekte Lösung. Wenn Du Dein Leder aus Australien beziehst, dann könnte man ja mal vielleicht zusammen bestellen?! Würde dann ja vielleicht noch günstiger. Oder hast Du vielleicht noch genügend vorrätig und könntest mir eventuell etwas davon verkaufen?
NDT
Jan
Oliver
Hallo Jan,
naja, obs ich das lohnt? Zoll und Mwst. bleibt für jeden gleich. Man teilt sich den Versand aus Australien, aber du hast neue Kosten wegen Weiterversand an dich... Da gehts ja nur um 20,- Porto oder so. Das würde nur Sinn machen, wenn wir nah beieinander wohnen würden.
Lohnen würde sich das, wenn ich 100 Häute kaufen würde und dann kleine Mengen mit Aufschlag weiterverkaufen könnte. Da würde man vielleicht auch einen anderen Preis bekommen.
Aber a) brauche ich nicht so viel, b) ist mir das Risiko zu groß und c) habe ich auch das Geld nicht *g
Und ich habe auch nix übrig, bestelle selbst immer nur 2-3 Viecher.
Gruß
Olli
Oliver
Unter dem von mir eingestellten Bild einer selbstgebauten Snakewhip wird u.a auch gefragt, wie dick das Leder ist.
Das Känguruleder ist sehr dünn. So zwischen 0,7 - 1,X mm. Aber dennoch sehr reissfest. Irgendwo habe ich mal aufgeschnappt, daß es etwa 10 mal so stark wie Rinderleder ist (bei gleicher Dicke).
Ideal zum Peitschenau wäre noch ein Ledersplitter, sodaß man alle Stränge auf eine Stärke von z.B. 0,7 mm bringt. Habe ich aber auch nicht. Neuerdings trage ich an den "dicken" Stellen mit dem Messer eine dünne Schicht ab. Aber das ist nur was für Leute die schon Übung mit Lederschneiden haben. Das Kantenschneiden ist schon so eine Sache für sich, der Länge nach Spalten ist fast unmöglich (freihändig).
Problem ist das unbeabsichtigte Durchschneiden des Stranges. Bei 5mm Breite und 1 mm Stärke geht das ruckzuck ;-)
Für die Kanten oder auch dieses zentimeterweise Spalten, müssen die Messer müssen übrigens extrem scharf sein. Ich schärfe, ziehe nach jedem Strang die Klinge neu ab. Beim Schneiden etwas seltener (so alle 2-3 Stränge)
Gruß
Olli
holzwurm
Die Firma Seton aus Mülhein an der Ruhr, die sollen so einiges an ausgefallenen Lederarten vertreiben. Ich selber habe da noch nicht gekauft, weil ich seitdem ich diese Adresse bekommen habe noch keinen Bedarf hatte.
Mit der
www.setonleather.com kommt man wohl nicht so weit. Da wird man wohl anrufen müssen, denke ich.
holzwurm
Link zu Setonleder:
www.lindgens.de/
Oliver
Ich habe mal was für mich gezeichnet, so als "Wandschmuck" im Strickzimmer *g
Das ist eigentlich mein Bauplan für Snakes. Halt ohne Kommentare, aber wer sich etwas damit beschäftigt, sollte damit auch so klarkommen.
Übrigens: eine Bullwhip baue ich nicht viel anders, da stecke ich nur einen Nagel in den shotbag und fülle erheblich weniger Bleikugeln da rein. Wichtig ist hierbei die "Transition-Zone", der Übergang zwischen Nagel und elastischer Peitsche. Das muß in dem Bereich besonders fest geflochten werden, damit an dieser Stelle, die Peitsche später nicht wie eine "nasse Nudel" herunterhängt.
Wer Fragen hat, nur zu.
Grüße
Oliver
PS: ich habe das auch mal als pdf gespeichert (DIN A3):
Snakeplan
king
Fragen !
Verklebst du die Schultüte ?
Verklebst du die Bolster
Fettest du das Leder ?
Oliver
Antworten:
Verklebst du die Schultüte?
Ja, die Schultüte ist ja durch das "ducktape" verklebt (das graue Klebeband vom Aldi ist schön dünn), das reicht.
Verklebst du die Bolster?
Jain, die fixe ich nur etwas an, mit einem Streifen/Strich Ponal in der Mitte, der Rest hält durch das Umwickeln mit künstlicher Sehne oder direkt durch die Flechtung
Fettest du das Leder?
Ja, wie blöd. Ich flechte "nass", das heißt, daß ich die ganze Zeit die Stränge mit Effax (Bienenwachshaltigem Lederbalsam) nachfette, auch der belly unten drunter wird kräftig mit eingefettet. Da rutschen die Stränge besser und außerdem wird das Leder gleich richtig schön durchtränkt, da braucht man später eine lange Zeit nicht nachfetten.
Gruß
Olli
king
Noch ne Frage- wenn ich einen Meter lang flechten möchte, wie lang dann die Stränge schneiden ?
Oliver
wenn ich einen Meter lang flechten möchte, wie lang dann die Stränge schneiden?
immer etwa 1,5 mal so lang, also in dem Fall ca. 150 cm.
Ich schneide meist noch einen Tick länger, weil es nix ärgerlicheres gibt, als zu kurze Stränge.
Den Faktor 1,5 rechne ich bei sich verjüngenden Singletails. Bei einem gleichbleibenden Griff, z.B. für einen Flogger, würde ich die Strecke lieber mal zwo rechnen.
Es wird sicher etwas überbleiben, aber erstens braucht man auch gegen Ende noch was zum Ziehen und zwotens: Hauptsache nicht zu kurz ;-)
king
Danke -
Saubere klare Aussage
Hagazussa
Noch ne Frage: Durchgehender Taper - wie?
Ich krieg das nicht hin...
Wenn ich alle Schichten bis ganz runter ziehe, habe ich am Ende einen durchgehend 4cm dicken Totschläger. Also muss, logischerweise, der Kern und das Overlay als Einziges wirklich bis ganz runter gehen. Alles anderen wären Zwischenschichten. Aber welche wie lang wählen? Und wie die losen Enden befestigen?
Speziell der 2te Belly ist mir unklar - wo hört der auf? Ungefähr in der Hälfte müsste das sein...
Auch die Stränge selbst - ich bild mir ein, ich hätte ruhige Hände. Aber ich bin gestern dran gescheitert, einen 5mm Strang über 2,5m kontinuirlich soweit zu verdünnen, dass er am Ende nur mehr 1,5 mm dick ist. Letztendlich ist er über eine laaaange Strecke gleichmäßig dick geworden, nur am Ende ist er dicker bzw. dünner.
Ich habe auf eine nicht getaperte Nur Hauen-nicht-Knallen-Singletail umdisponiert. Bin bei der Verwendung sowieso noch kein Dr.Jones, lieber ein breites Ende machen, das nicht einschneiden kann.
mr-hyde
| Zitat: |
Original von Hagazussa
. Aber ich bin gestern dran gescheitert, einen 5mm Strang über 2,5m kontinuirlich soweit zu verdünnen, dass er am Ende nur mehr 1,5 mm dick ist. Letztendlich ist er über eine laaaange Strecke gleichmäßig dick geworden, nur am Ende ist er dicker bzw. dünner. |
Kontinuierlich kann das wohl kaum jemand, es sind immer Stufenweise Verjüngungen, sonst bekommst Du sie ja auch nicht gleichmäßig hin.
Es gibt auch eine Vielzahl an technischen Hilfen wobei ich die
in diesem Thread beschriebene am besten im Aufwand/Leistung Verhältnis halte.
mr-hyde
Hagazussa
Danke!
Noch ne Anmerkung, weil auch in dem anderen Thread steht, man müsse die Stränge sofort auf die endgültige Länge schneiden.
Nein, das muss man nicht unbedingt. Und die Profis tun es auch nicht unbedingt. Edwards erwähnt in seinem Buch einen Peitschenmacher, der knapp bei Kasse war: "Every scrap of leather was tapered and went into the belly of a whip."
Jedenfalls, ein Geflecht verliert nicht an Festigkeit, nur weil es gestückelt ist. Jeder Korb, auch die robusten für den landwirtschaftlichen Gebrauch, besteht aus mehereren bis vielen aneinander gesetzten Flechtfäden. (Weil man für einen kleineren Korb locker 50m und mehr braucht. So lang ist kein Weidenzweig und kein Peddigrohr.) Auch jedes Seil besteht aus tausenden kurzen Fasern.
Ebenso kann ich für eine Peitsche die Riemen anstückeln. Man legt den neuen Faden rechtzeitig unter das Geflecht und fixiert ihn mit einem winzigen Klebstofftropfen am der inneren Lederschicht, dann flicht man darüber, bis der zu ersetzende Riemen beinahe zu Ende ist. Und dann holt man den neuen Faden aus der Tiefe und läßt das Restl vom alten dort verschwinden. Es wird wieder mit Kleber fixiert (ganz wenig Kontaktkleber!!!) und überflochten.
Es erscheint mir sinnlos, Riemen von mehr als 3m vorzuschneiden, weil das Leder dann am boden schleifend zerkratzt wird und sich dauernd verwickelt. (Lose Enden in Sackerln stopfen geht auch nicht besser.) Lieber am Ende der 3m einmal anstückeln.
Wichtig ist nur, dass nicht alle Fäden gleichzeitig ersetzt werden, sd. dass dies hübsch kleinweise geschieht.
Mit der von mir beschriebenen Methode des im Geflecht mitlaufenden Riemens kann auch ein FARBWECHSEL durchgeführt werden. Man hole z.B. 2 rote Fäden aus der Tiefe und lasse dafür 2 schwarze im Inneren verschwinden. Nachdem man eine Weile ein rot-schwarzes Muster geflochten hat, tauscht man die Fäden erneut aus und flicht nur in Schwarz zu Ende.
Oliver
Hagazussa,
also vorab: ich halte überhaupt nichts davon, Stränge kurz zu schneiden und zu stückeln. Das kann man sicher mal machen, wenn ein Strang beim Flechten reißen sollte, aber gut ist das nicht.
Eine Peitsche wird ja extrem bewegt und dabei gedehnt und gestaucht, nicht umsonst macht man dieses "roundplait", denn damit werden im Prinzip lauter Spiralen ineinander gebildet. Wenn das immer wieder durch einzelne Stränge unterbrochen wird, dann hat man da lauter Schwachstellen, die die Energie nicht richtig fortführen können. Außerdem sieht man ja auch die Wechsel im Overlay...
Also doch am Stück schneiden. Ist auch meiner Erfahrung nach auch nur reine Fleißarbeit und keine große Kunst. Schwieriger ist da schon das Kantenschrägen, was man aber am Anfang ruhig mal lassen kann.
Taper: das fängt schon am Anfang an, egal wie man die Peitsche aufbaut:
Beispiel mit "shotbag": eine sich verjüngende Ledertüte die ganz spitz ausläuft. An der Spitze wird das im Prinzip ein schmaler Strang.
erster "plaitetd belly": da die Tüte sich ja verjüngt habe ich logischerweise oben breitere Stränge als an der Spitze. Wenn ich dann die gewünschte Länge flechtend erreicht habe, habe ich ja vorne nur noch 4 Stränge. Falls ich mit mehr als vier begonnen habe, habe ich unterwegs reduziert. Reduzieren ist auf jeden Fall besser als anstückeln und wird auch häufig gemacht. Muß ja.
Die jetzt noch offenen Stränge fixiere ich ersteinmal mit einem einfachen halben Schlag, das wird später wieder geöffnet, wenn die kommende neue Schicht an der Stelle ankommt und das ganze dann fixiert.
Jetzt habe ich (theoretisch) noch 30 cm offen oder was auch immer. Da kann ich doch wunderbar die 4 Stränge kürzen und auch noch dünner schneiden und wiederum eine schöne Verjüngung zu erhalten.
Z.B. einen gleich abschneiden, den 2. bei 10 cm, den 3. bei 20 und der letzte bleibt dann 30 cm lang.
erster "bolster": der verjüngt sich ja auch und deckt nicht alles ab, aber fast. Wenn man das hinbekommt sollte man den zur Spitze hin auch ausdünnen, wir wollen ja keine Kante an der Stelle wo der endet.
zweiter "plaitet belly": gleiches Prinzip wie beim ersten. Flechten bis zur entsprechenden Länge und die restlichen offenen Stränge wieder verschieden kürzen, verjüngen und ausdünnen.
zweiter "bolster": s. erster
"Overlay": Stränge für die ganze Länge schneiden und schmaler werden lassen. Entsprechend unterwegs reduzieren (beschreibt Edwards ja auch gut) und um ein Beispiel zu nennen, von 12 Strängen oben, kommen unten nur 6 oder 8 an.
Ich habe meist, wenn die Peitsche fertig ist, oben so 20 mm und an der Spitze 5-6 mm (ich höre vorne immer mit 8 Strängen auf, meist mache ich 12plt-Whips)
Und jetzt kommt das "Fall" dran! Das ist eine Verlängerung des ganzen Tapers UND auch ein Schutz für die Peitsche. Denn das Fall kommt mit dem Boden in Berührung und wird zerkratzt, zerfetzt und sonstwie malträtiert. Das kann man aber easy austauschen und die eigentliche Peitsche bleibt dadurch weitestgehend geschont.
Natürlich gibt es auch Peitschen die kein Fall haben. Z.B. Signalwhips oder Sjamboks usw. Die haben aber eins gemeinsam: die sind alle recht kurz, eher selten über 5 foot und kommen mit dem Boden normalerweise gar nicht in Kontakt.
Statt shotbag kann man auch gleich mit einem "plaitet core" anfangen, oder das kombinieren (mache ich meist). Bolster kann man weglassen und stattdessen eine weitere geflochtene Schicht nehmen oder wie auch immer. Bolster machen es etwas leichter, weil die auch Unebenheiten in der Flechtung ausgleichen können. Wenngleich ich finde, daß bolster schwer zu schneiden sind, die sollten genau passen.
Es gibt x Wege Peitschen zu bauen, sicher auch Leute, die Peitschen von der Spitze her bauen und dann zwangsläufig Stränge einflechten müssen, aber das sind auch nicht unbedingt Anfänger. Es gibt auch welche, die in der Mitte anfangen, z.B. um nach vorne ein 8 plait zu machen und nach hinten dann 16. Die teilen dann die Stränge. Bei Bullwhips kann das auch geil sein: z.B. macht man den thong 16fach und teilt die Stränge für den Griff in 32, usw. Aber das sind Junx die das richtig drauf haben.
Wie auch immer...
Grüße
Oliver
Hagazussa
@Oliver: Sorry, hatte keine Zeit, früher zu schreiben.
Das Tapern geht fein, ich hatte nur die falsche Art Leder. Mein preiswertes Polsterleder werde ich nur mehr für Katzen und Flogger nehmen, denn es dehnt sich doch ziemlich und läßt sich nicht so dünn schneiden. Mit Känguruh war das Problem gelöst. (Der Preis pro Haut ist allerdings pervers. Ich werde im Zoo Einbruch begehen müssen.)
Bolster: Hmmm, also mir werden die Peitschen dadurch zu steif. Liegt möglicherweise daran, dass ich nur dickes Känguruh von männlichen Tieren zur Verfügung habe. Stärke bis 0,8 mm. Meine Händlerin will versuchen, feinere Häute zu bekommen, kann aber nichts versprechen. Deshalb arbeite ich jetzt mit 5 geflochtenen Schichten. Funktionieren tun sie alle tadellos. *au!*
Weil Du das Arbeiten von der Spitze angesprochen hast, Oliver: Ich habe bisher bevorzugt vom unteren Griffende aus gearbeitet, weil ich im Griff feinere Flechtmuster arbeiten möchte als im Schlagriemen. Das ist nicht so schwer: Man schneidet einfach 2 Sets, sagen wir 8 lange Stränge für den Schlag und 16 kürzere für den Griff. Sie bleiben durch einen dünnen Lederstreifen verbunden. Das trennende Lederstück muss genau den Umfang der Peitsche am unteren Griffende haben. Ich klebe es leicht an und lege einen Zierknoten darüber. Fertig.
Jetzt habe ich eine ca 150 Jahre alte ungarische Peitsche zum Reparieren bekommen, die von der Spitze her gearbeitet sein MUSS - die Verbindung Schlagriemen - Griff ist ein Vierkant-Kronenplatting. Ich kann mir keinen anderen Weg der Herstellung vorstellen als: Kern des Schlagriemens flechten - Overlay von der Sptze her beginnen und drüber legen - am oberen Ende mit den vier Flechtriemen die Platting beginnen - am Ende des Plattings die Riemen am Holzgriff fixieren - Griff gesondert umflechten.
So etwas schon mal versucht? Ich will das alte Teil unbedingt replizieren. Es ist aus Rohleder, aber ich denk, mit Roo müsste es auch gehen.
Oliver
Hi Hagazussa,
ich finde nicht, daß Känguruleder so arg teuer ist, versus Rind. Kommt natürlich drauf an, was man für einen Händler hat. Für mich ist das bisher mehr oder weniger gleich teuer. Aber es gibt sicher Möglichkeiten Rindleder günstiger zu bekommen, nur brauche ich das nicht *g
Bolster: ja klar, machen die irgendwo die Peitsche "steifer" als ne Flechtung, aber das ist ja eher gut. Weich wird die mit der Zeit ohnehin. Ich habe hier eine 10ft Bullwhip von Joe Strain, die ist auch nach zwei Jahren noch so knallhart wie am Anfang. Der ist aber auch bekannt für sehr harte Whips (er flechtet auch total fest). Die bleibt halt einfach geil und wird nicht irgendwann zu einer laschen Nudel, wie manche Whips schon in Neuzustand sind.
Was du da zum Thema "Spitze" beschreibst, verstehe ich so: Du schneidest alle Stränge am Stück und oben am vorderen Griff hängen die an einem Steg zusammen. Nach vorne gehen 8, nach hinten 16. Richtig? Keine schlechte Idee, hat aber einen Nachteil. Du hast nur den Umfang dort. Eigentlich brauchts mehr, als den Umfang geteilt durch die Anzahl der Stränge. Aus diesem Grund schneiden die "Cracks" wahrscheinlich die Stränge einzeln und halbieren die 8 an der Stelle, um 16 zu erhalten. Dann geht die Flechtung durch, ohne den Steg. Das vermute ich aber auch nur. Ich denke, ich liege da aber richtig.
Ich baue grad, und wahrscheinlich nie wieder, eine Whip, die von der Spitze her geflochten ist. Die fängt vorne mit 4plait an und dann flechte ich unterwegs noch vier Stränge ein. Ziel ist, daß die eine "runde" Spitze hat, ohne die Fransen. Das wird so eine Art "Sjambok". Ist aber eigentlich totaler Mist, da die Spitze extrem belastet wird und wenn das mal kaputt gehen sollte, praktisch in der Form irreparabel ist. Dann kann man nur wieder normal zu Ende flechten und Knoten dran...
Die flechte ich aber auch durch, bis hinten hin. Turkshead drauf und fertig.
Oliver
Hagazussa,
ich sah gerade deine beiden Fotos (neue). Die hast du so gemacht, wie du es beschrieben hast?
Wie hast du die zweite Farbe an dem einen Griff eingearbeitet. Auch unter dem vorderen Knoten?
Oder laufen die im belly mit?
Hagazussa
Preise: Also, ich zahle 75 - 90 Euro pro Quadratmeter Känguruh und 20 - 40 Euro pro Quadratmeter Rind. Oder ich nehm Rohhaut, da ist halt wieder der Alaun sehr teuer und man hat beim Zurichten die Schweinerei in der Wohnung.
Zweite Farbe im Griff: Diesmal habe ich nur das hauchdünne silberbeschichtete Lamm aufs Roo geklebt. (Mir war nach Luxus. 0,5 Quadratmeter versilbertes Leder = 30 Euro.)
Sonst hast du recht, ich würde die zweite Farbe unter dem Knoten reinnehmen. Im Belly läuft sie nur mit, wenn ich zweifarbige Sektionen mit einfarbigen wechseln wollte. Ist jedoch sehr mühsam.
Runde Spitze: Du könntest auch zurückflechten, wie ich es bei dem "Auge" der Mexican bull getan habe. Oder du taperst die Stränge in Sanduhrform, also in der Mitte dünner.
Meine ungarische Replik ist eine mongolische Peitsche mit breitem Fall, daher habe ich diese Sorgen nicht. Schwierig ist erst die bewegliche Platting, an der das ganze Gewicht hängt.
Oliver
das ist nur ein Test, aber so werde ich es machen: