victorsheikopopolus
Iron Pony (mit stufenloser Höhenverstellung) Foto 01
..... da hätte ich doch noch etwas Nettes. Allerdings habe ich seinerzeit beim Bauen leider keine Fotos gemacht, so dass ihr nicht die verschiedenen Stadien der Herstellung sehen könnt, aber das sollte auch so gehen..
Also: Was mich schon immer mal interessiert hat, war ein eigenes „Wooden Pony“ zu haben und ich habe mir dem entsprechend einiges im Internet angesehen. Die meisten waren aber nicht ganz nach meinem Geschmack, weil sie a) meistens keine stufenlose Höhenverstellung hatten (und das fand ich doch immer sehr erstrebenswert in meiner Phantasie, nämlich immer noch ein ganz kleines bißchen höher stellen zu können und noch höher und noch höher, bis sie vielleicht auf den Zehenspitzen steht.. ......) und b) mir meistens die obere und in dem Fall ganz entscheidende „Leiste“ nicht gefiel (zu breit, zu kantig oder was auch immer). Und dann wußte ich auf einmal, was mir besser gefallen würde: Nämlich das ganze Teil aus schönem glänzenden und kühlen Stahl zu bauen, was ohnehin eines meiner bevorzugtem Materialien ist !
Grundlage ist ein Stahl Gerüstbock. Ich habe mir in sämtlichen Baumärkten der Umgegend alle verfügbaren Arbeitsböcke angesehen und bin beim preiswertesten (Hornbach) hängen geblieben, der mir angenehm schlicht und trotzdem stabil und standfest erschien.
Foto 02 Der kostet keine 8 Euro.
Dazu habe ich noch ein wunderschöne blankes Stahlrohr gekauft (Rundstahl, Durchmesser 12 mm, innen hohl, Länge 110 cm., sowie eine 10er Gewindestange aus Stahl , dazu 2 passende Flügelmuttern, sowie 2 Metalldübel 10 mm mit 2 Ringschrauben.(alles zusammen ca. 15 – 20 Euro)
Und so geht’s:
1. Auf dem oberen Holm des Gerüstbockes die beiden passenden Stellen für eine Bohrung anzeichnen, Abstand zu den äußeren Enden ca.12 cm. Die Strecke zwischen den beiden Markierungen genau messen und notieren. Dann schön mittig mit einem kleinen Bohrer anbohren und die Bohrung auf 12 mm erweitern.
2. Rundstahl Rohr auf die Länge des oberen Holmes des Gerüstbockes kürzen, minus 2 cm, denn da kommen später noch die Befestigungsmöglichkeiten hin. Das verbliebene Reststück in genau zwei gleich große Stücke (ca.15 cm pro Stück) teilen. Das gibt eine Führung, die genau an der Stelle eingesetzt wird, wo wir vorher die Löcher gebohrt haben. Die beiden Führungshülsen dort so festschweißen, dass die oberen Enden mit dem Holm bündig sind (ein freundlicher Geist aus der Nachbarschaft hat mir diese beiden Führungshülsen allerdings „gebördelt“, so dass sie - wie gewünscht - an Ort und Stelle bleiben, aber eben doch noch ein winziges bißchen Spiel haben, was sicher von Vorteil ist, falls man doch nicht so millimetergenau gearbeitet hat.
3. Dann zwei 30 cm lange Stücke von der Gewindestange abschneiden, am besten jeweils vom vorderen und vom hinteren Ende der Stange, denn dann gibt es später keinen Streß mit dem zersägten Gewinde beim Einschrauben.
4. Den in Schritt 1 ermittelten Abstand jetzt so auf der Rundstahl Stange anzeichnen, dass jeweils zwei gleich große Überstände an den Enden bleiben. An den markierten Punkten jeweils eine 10 mm Bohrung anlegen und anschließend ein Gewinde schneiden (hab ich beides nicht selber gemacht, denn die Bohrungen müssen zu 100 % parallel sein und mit dem Schneiden von Gewinden habe ich bisher auch wenig Erfahrungen)
5. Die beiden Flügelmuttern auf die Gewindestange aufdrehen und diese dann in die vorbereiteten Bohrungen in der Rundstahl Stange eindrehen, bis sie oben 1 oder 2 mm heraus stehen.
6. Überstehende Gewindestange mit der Flex glätten und anschließend mit einer Topfbürste polieren (die Gewindestange sitzt dann auch fester in der Bohrung und überhaupt sieht es einfach besser aus). Die der Gelegenheit alle bisher geschnittenen Metallteile hübsch entgraten und polieren. >> Bild 03
7. Jetzt ist es fast fertig ! Gewindestangen durch die Führungshülsen stecken (wollen wir mal hoffen, dass wir alles schön genau vermessen haben, denn sonst klemmt es !) und schon funktioniert die ganze Konstruktion, so wie sie es soll. Mit Hilfe der Flügelmuttern läßt sich die ganze obere Rundstahl Stange millimetergenau auf und ab bewegen. >>> Bild 04
8. Jetzt gibst noch eine hübsche kleine Fixiermöglichkeit dazu, nur für den Fall, dass da doch mal jemand weglaufen möchte: An den beiden offenen Enden der Rundstahl Stange jeweils einen Metall Hohlraumdübel einsetzen und in deren Bohrung eine Ringschraube mit metrischem Gewinde einsetzen. >>>> Bilder 05 und 06 . Ringschraube fest drehen und damit den Dübel fest in der Rundstahl Stange verankern. In der Öse der Ringschraube kann man dann noch je nach Geschmack einen Karabinerhaken, oder was immer man für geeignet hält befestigen.
Und fertig ist das gute Stück !
Maße: minimale Standhöhe 77 cm (reicht auch für kleinere Frauen) , Breite des Gerüstbockes 40 cm
Wer will kann noch den ganzen Gerüstbock noch bis auf den blanken Stahl abschleifen. Das sieht garantiert auch nett aus. Dann müßte man ihn aber sicher hinterher noch mit Klarlack überziehen, damit er nicht rostet.
Die obere Stange reibe ich übrigens immer mit etwas Öl ein, erstens damit sie nicht rostet und zweitens, damit sie schön rutschig ist, wenn wir das gute Teil benutzen !
Viel Spaß beim Nachbauen und vor allem bei der Benutzung !
Victor
Zum Eintrag in der Datenbank
..... da hätte ich doch noch etwas Nettes. Allerdings habe ich seinerzeit beim Bauen leider keine Fotos gemacht, so dass ihr nicht die verschiedenen Stadien der Herstellung sehen könnt, aber das sollte auch so gehen..
Also: Was mich schon immer mal interessiert hat, war ein eigenes „Wooden Pony“ zu haben und ich habe mir dem entsprechend einiges im Internet angesehen. Die meisten waren aber nicht ganz nach meinem Geschmack, weil sie a) meistens keine stufenlose Höhenverstellung hatten (und das fand ich doch immer sehr erstrebenswert in meiner Phantasie, nämlich immer noch ein ganz kleines bißchen höher stellen zu können und noch höher und noch höher, bis sie vielleicht auf den Zehenspitzen steht.. ......) und b) mir meistens die obere und in dem Fall ganz entscheidende „Leiste“ nicht gefiel (zu breit, zu kantig oder was auch immer). Und dann wußte ich auf einmal, was mir besser gefallen würde: Nämlich das ganze Teil aus schönem glänzenden und kühlen Stahl zu bauen, was ohnehin eines meiner bevorzugtem Materialien ist !
Grundlage ist ein Stahl Gerüstbock. Ich habe mir in sämtlichen Baumärkten der Umgegend alle verfügbaren Arbeitsböcke angesehen und bin beim preiswertesten (Hornbach) hängen geblieben, der mir angenehm schlicht und trotzdem stabil und standfest erschien.
Foto 02 Der kostet keine 8 Euro.
Dazu habe ich noch ein wunderschöne blankes Stahlrohr gekauft (Rundstahl, Durchmesser 12 mm, innen hohl, Länge 110 cm., sowie eine 10er Gewindestange aus Stahl , dazu 2 passende Flügelmuttern, sowie 2 Metalldübel 10 mm mit 2 Ringschrauben.(alles zusammen ca. 15 – 20 Euro)
Und so geht’s:
1. Auf dem oberen Holm des Gerüstbockes die beiden passenden Stellen für eine Bohrung anzeichnen, Abstand zu den äußeren Enden ca.12 cm. Die Strecke zwischen den beiden Markierungen genau messen und notieren. Dann schön mittig mit einem kleinen Bohrer anbohren und die Bohrung auf 12 mm erweitern.
2. Rundstahl Rohr auf die Länge des oberen Holmes des Gerüstbockes kürzen, minus 2 cm, denn da kommen später noch die Befestigungsmöglichkeiten hin. Das verbliebene Reststück in genau zwei gleich große Stücke (ca.15 cm pro Stück) teilen. Das gibt eine Führung, die genau an der Stelle eingesetzt wird, wo wir vorher die Löcher gebohrt haben. Die beiden Führungshülsen dort so festschweißen, dass die oberen Enden mit dem Holm bündig sind (ein freundlicher Geist aus der Nachbarschaft hat mir diese beiden Führungshülsen allerdings „gebördelt“, so dass sie - wie gewünscht - an Ort und Stelle bleiben, aber eben doch noch ein winziges bißchen Spiel haben, was sicher von Vorteil ist, falls man doch nicht so millimetergenau gearbeitet hat.
3. Dann zwei 30 cm lange Stücke von der Gewindestange abschneiden, am besten jeweils vom vorderen und vom hinteren Ende der Stange, denn dann gibt es später keinen Streß mit dem zersägten Gewinde beim Einschrauben.
4. Den in Schritt 1 ermittelten Abstand jetzt so auf der Rundstahl Stange anzeichnen, dass jeweils zwei gleich große Überstände an den Enden bleiben. An den markierten Punkten jeweils eine 10 mm Bohrung anlegen und anschließend ein Gewinde schneiden (hab ich beides nicht selber gemacht, denn die Bohrungen müssen zu 100 % parallel sein und mit dem Schneiden von Gewinden habe ich bisher auch wenig Erfahrungen)
5. Die beiden Flügelmuttern auf die Gewindestange aufdrehen und diese dann in die vorbereiteten Bohrungen in der Rundstahl Stange eindrehen, bis sie oben 1 oder 2 mm heraus stehen.
6. Überstehende Gewindestange mit der Flex glätten und anschließend mit einer Topfbürste polieren (die Gewindestange sitzt dann auch fester in der Bohrung und überhaupt sieht es einfach besser aus). Die der Gelegenheit alle bisher geschnittenen Metallteile hübsch entgraten und polieren. >> Bild 03
7. Jetzt ist es fast fertig ! Gewindestangen durch die Führungshülsen stecken (wollen wir mal hoffen, dass wir alles schön genau vermessen haben, denn sonst klemmt es !) und schon funktioniert die ganze Konstruktion, so wie sie es soll. Mit Hilfe der Flügelmuttern läßt sich die ganze obere Rundstahl Stange millimetergenau auf und ab bewegen. >>> Bild 04
8. Jetzt gibst noch eine hübsche kleine Fixiermöglichkeit dazu, nur für den Fall, dass da doch mal jemand weglaufen möchte: An den beiden offenen Enden der Rundstahl Stange jeweils einen Metall Hohlraumdübel einsetzen und in deren Bohrung eine Ringschraube mit metrischem Gewinde einsetzen. >>>> Bilder 05 und 06 . Ringschraube fest drehen und damit den Dübel fest in der Rundstahl Stange verankern. In der Öse der Ringschraube kann man dann noch je nach Geschmack einen Karabinerhaken, oder was immer man für geeignet hält befestigen.
Und fertig ist das gute Stück !
Maße: minimale Standhöhe 77 cm (reicht auch für kleinere Frauen) , Breite des Gerüstbockes 40 cm
Wer will kann noch den ganzen Gerüstbock noch bis auf den blanken Stahl abschleifen. Das sieht garantiert auch nett aus. Dann müßte man ihn aber sicher hinterher noch mit Klarlack überziehen, damit er nicht rostet.
Die obere Stange reibe ich übrigens immer mit etwas Öl ein, erstens damit sie nicht rostet und zweitens, damit sie schön rutschig ist, wenn wir das gute Teil benutzen !
Viel Spaß beim Nachbauen und vor allem bei der Benutzung !
Victor
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Das Untergestell könnte sogar das selbe sein, wie in meinem Fall. Allerdings finde ich bei meinem der Kick, dass man es tatsächlich immer noch ein ganz klein wenig mehr nach oben schrauben kann, wenn sich schon jemand darauf befindet. Das scheint bei dem Modell von mcgyver doch eher komplizierter oder vielleicht auch gar nicht möglich zu sein, aber egal. Sehr schön, auf jeden Fall !