holzwurm
Reitpeitschen werden wohl verwendet, seit der Mensch auf's Pferd gekommen ist. Unsere Hagazussa hat vor ein paar Tagen eine wunderschöne Nagaika als Foto eingestellt. Diese Peitschen kommen wohl unter den Kosaken so um das 15. Jahrhundert auf.
Ich selber hab ja noch meine historische Darstellung als Kiever Rus (so um 1000 n Chr.), dazu passt diese Form der Peitsche zeitlich nicht ganz.
Aus der Zeit um 800 bis 1000 nChr. finden sich in den russ. Gräbern immer wieder geschmiedete Stahstäbe, so um 400-500mm Länge. Diese werden von den Fachleuten als Reitpeitschen gedeutet und so etwas wollte ich mir nachbauen. Zum Einen als Ausrüstungsgegenstand, aber auch zum Gebrauch.
Auf dem letzten Mittelaltermarkt habe ich mir dann solch einen Stab nachschmieden lassen.
Aus 8x8mm Stahl, 430mm lang, ein kleines Auge zum Befestigen am Gürtel, ein ø45mm Ring (feuerverschweißt) zur Aufnahme von Leder- oder geflochtenen Baststreifen, in der Länge tordiert.
Die Oberfläche ist mit eingebrannten Öl gegen Rost geschützt und mit etwas Wachs endbehandelt worden.
Die eigentliche Peitsche hab ich dann aus einem Lederrest geschnitten, so 40x800mm, ungewachst und circa 2mm dick.
Das Einflechten in den Ring hab ich vom Prinzip her wie bei der Hundepeitsche gelöst. Die beiden Riemen dann nochmal so bis zur Hälfte gespalten, so entsteht ein dünner Flogger. So sollte es an die Originale recht gut herankommen, denke ich. Wir haben da kaum Befunde zu diesen Peitschen, da das organische Material entweder bei Feuerbestattungen den Flammen zum Opfer gefallen sind oder bei Erdlegungen dem ganz natürlichen Zersetzungsprozess unterlagen.
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Ich selber hab ja noch meine historische Darstellung als Kiever Rus (so um 1000 n Chr.), dazu passt diese Form der Peitsche zeitlich nicht ganz.
Aus der Zeit um 800 bis 1000 nChr. finden sich in den russ. Gräbern immer wieder geschmiedete Stahstäbe, so um 400-500mm Länge. Diese werden von den Fachleuten als Reitpeitschen gedeutet und so etwas wollte ich mir nachbauen. Zum Einen als Ausrüstungsgegenstand, aber auch zum Gebrauch.
Auf dem letzten Mittelaltermarkt habe ich mir dann solch einen Stab nachschmieden lassen.
Aus 8x8mm Stahl, 430mm lang, ein kleines Auge zum Befestigen am Gürtel, ein ø45mm Ring (feuerverschweißt) zur Aufnahme von Leder- oder geflochtenen Baststreifen, in der Länge tordiert.
Die Oberfläche ist mit eingebrannten Öl gegen Rost geschützt und mit etwas Wachs endbehandelt worden.
Die eigentliche Peitsche hab ich dann aus einem Lederrest geschnitten, so 40x800mm, ungewachst und circa 2mm dick.
Das Einflechten in den Ring hab ich vom Prinzip her wie bei der Hundepeitsche gelöst. Die beiden Riemen dann nochmal so bis zur Hälfte gespalten, so entsteht ein dünner Flogger. So sollte es an die Originale recht gut herankommen, denke ich. Wir haben da kaum Befunde zu diesen Peitschen, da das organische Material entweder bei Feuerbestattungen den Flammen zum Opfer gefallen sind oder bei Erdlegungen dem ganz natürlichen Zersetzungsprozess unterlagen.
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