holzwurm
Ich bin neulich in Netz über eine Elektrode gestolpert. Die hat mich sofort angesprungen. Schön geformt um die Schamlippen unter Strom zu stzen. Die kam preislich im Versand so um 60,-€
Da hab ich mit ein Stück 4mm Plexiglas/PMMA genommen. 130X60mm. Der Zuschnitt klappt recht gut mit einer Eisensäge von Hand. Die vier größeren Löcher hab ich angezeichnet und 3mm vorgebohrt. Beim Bohren immer einen scharfen Bohrer verwenden und mit hoher Drehzahl, aber wenig Druck durchbohren. Das Material platzt leicht, wen der Bohrer auf der Unterseite austritt. Anschließend sind die Löcher mit einem Schälbohrer auf circa 6mm vergrößert.
Die Rundungen mit einem wasserfesten Folienschreiber angezeichnet, grob mit der Säge vorgeschnitten und anschließend mit einem Dremel in Form gefräst. Es riecht für mich bissel wie beim Zahnarzt.
Alle Kanten habe ich mit 150er Schleifpapier vorschleifen und bin dann immer feiner geworden, so bis 800er Papier oder man kann auch mit einer scharfen Ziehklinge die Kratzer entfernen und die Kante schön Glätten
In de Flucht der Befestigungslöcher habe ich dann 4 Löcher von 1,5mm gebohrt. Da sollen später die Edelstahlstäbe fixiert werden. Parallel zur Kante und von Loch zu Loch habe ich mit einer Trennscheibe vom Dremel eine kleine Nut geschliffen damit der Edelstahldraht dort eingefasst werden kann.
In diesem Zustand habe ich das Kunststoffteil gut gereinigt (keine scharfen Reiniger, max. Spiritus) und anschließend mit Polierpaste noch kleinere Kratzer entfernt.
Die fein geschliffene Kante habe ich dann an einer Gasflamme vorbei gezogen. Für kleine Teile sollten diese Druck-Gasfeuerzeuge oder diese Mini Lötflammen gut funktionieren.Nicht zu langsam, dass der Kunststoff nicht Blasen wirft oder Feuer fängt. Die Hitze verschmelzt die kleinsten Kratzer der Kante (nicht für Flächen) und sie erscheint anschießend wie poliert. Flammpolieren nennt man diese Methode in der Kunststoffbeabreitung. (auf Finger und Umgebung aufpassen).
Diese Kunststoffplatte habe ich dann bei 200°C im Umluftherd so 10min erhitzt. Da es sich um einen Thermoplasten handelt, wird das Material bei Hitze weich. Es sollte so die Festigkeit von Kaugummi haben, und lässt sich dann leicht biegen und in Form bringen. Meine Platte habe ich um einen Wassertank einer Kaffeemaschine gelegt und so einen Radius von circa 65mm für die Rundung der Platte als Grundlage gehabt.
Das ist nicht so schwierig und das kann jeder in der eigen Küche für diverse Zwecke (mit fast allen Thermoplasten) so selber machen. Es riecht nicht einmal besonders stark. Dazu aber bitte Handschuhe verwenden. Das Material ist immerhin weit über 150°C heiß.
Nach den langsamen Abkühlen an der Luft habe ich noch die beiden Edelstahldrähte (Reste eines Schneebesens) in die Nut, bzw. Den Löchern eingepasst. Zwei Drähte stehen nach Außen raus und haben die Stecker aus dem Modelleisenbahnbereich. Die ich für meine Tens-Elekktroden schon mehrfach verwendet und sind im Eisenbahnladen oder sogar bei Conrad für ein paar Cent zu haben.
Durch die vier Löcher kann ich nun ein Seil führen und im Schritt richtig positionieren. Leitendes Gel nicht vergessen.
Ich denke mal, dieser Arbeit ist schon etwas Anspruchsvoller und ein paar Testkanten und Biegungen sind bestimmt nicht schlecht. Machbar aber allemal.
holzwurm
Zum Eintrag in der Datenbank
Da hab ich mit ein Stück 4mm Plexiglas/PMMA genommen. 130X60mm. Der Zuschnitt klappt recht gut mit einer Eisensäge von Hand. Die vier größeren Löcher hab ich angezeichnet und 3mm vorgebohrt. Beim Bohren immer einen scharfen Bohrer verwenden und mit hoher Drehzahl, aber wenig Druck durchbohren. Das Material platzt leicht, wen der Bohrer auf der Unterseite austritt. Anschließend sind die Löcher mit einem Schälbohrer auf circa 6mm vergrößert.
Die Rundungen mit einem wasserfesten Folienschreiber angezeichnet, grob mit der Säge vorgeschnitten und anschließend mit einem Dremel in Form gefräst. Es riecht für mich bissel wie beim Zahnarzt.
Alle Kanten habe ich mit 150er Schleifpapier vorschleifen und bin dann immer feiner geworden, so bis 800er Papier oder man kann auch mit einer scharfen Ziehklinge die Kratzer entfernen und die Kante schön Glätten
In de Flucht der Befestigungslöcher habe ich dann 4 Löcher von 1,5mm gebohrt. Da sollen später die Edelstahlstäbe fixiert werden. Parallel zur Kante und von Loch zu Loch habe ich mit einer Trennscheibe vom Dremel eine kleine Nut geschliffen damit der Edelstahldraht dort eingefasst werden kann.
In diesem Zustand habe ich das Kunststoffteil gut gereinigt (keine scharfen Reiniger, max. Spiritus) und anschließend mit Polierpaste noch kleinere Kratzer entfernt.
Die fein geschliffene Kante habe ich dann an einer Gasflamme vorbei gezogen. Für kleine Teile sollten diese Druck-Gasfeuerzeuge oder diese Mini Lötflammen gut funktionieren.Nicht zu langsam, dass der Kunststoff nicht Blasen wirft oder Feuer fängt. Die Hitze verschmelzt die kleinsten Kratzer der Kante (nicht für Flächen) und sie erscheint anschießend wie poliert. Flammpolieren nennt man diese Methode in der Kunststoffbeabreitung. (auf Finger und Umgebung aufpassen).
Diese Kunststoffplatte habe ich dann bei 200°C im Umluftherd so 10min erhitzt. Da es sich um einen Thermoplasten handelt, wird das Material bei Hitze weich. Es sollte so die Festigkeit von Kaugummi haben, und lässt sich dann leicht biegen und in Form bringen. Meine Platte habe ich um einen Wassertank einer Kaffeemaschine gelegt und so einen Radius von circa 65mm für die Rundung der Platte als Grundlage gehabt.
Das ist nicht so schwierig und das kann jeder in der eigen Küche für diverse Zwecke (mit fast allen Thermoplasten) so selber machen. Es riecht nicht einmal besonders stark. Dazu aber bitte Handschuhe verwenden. Das Material ist immerhin weit über 150°C heiß.
Nach den langsamen Abkühlen an der Luft habe ich noch die beiden Edelstahldrähte (Reste eines Schneebesens) in die Nut, bzw. Den Löchern eingepasst. Zwei Drähte stehen nach Außen raus und haben die Stecker aus dem Modelleisenbahnbereich. Die ich für meine Tens-Elekktroden schon mehrfach verwendet und sind im Eisenbahnladen oder sogar bei Conrad für ein paar Cent zu haben.
Durch die vier Löcher kann ich nun ein Seil führen und im Schritt richtig positionieren. Leitendes Gel nicht vergessen.
Ich denke mal, dieser Arbeit ist schon etwas Anspruchsvoller und ein paar Testkanten und Biegungen sind bestimmt nicht schlecht. Machbar aber allemal.
holzwurm
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*Polystyrolgranulat im Backofen zu "psychedlischen" Platten schmelzen war in den 70igern mal en vogue, Geruchsbelästigung und Ärger mit der Mutter inclusive*
oO(lang ist's her)