Datenbankeintrag: Maske aus Leder

mr-hyde
© mr-hyde 13.1.04

Maske

Herstellung einer einfachen Ledermaske:

Am einfachsten erstellt mein eine Form, an der man das Leder abformen kann:

- mit einfachen Gipsbinden aus der Apotheke oder dem Bastelladen wird das Gesicht abgeformt. Vorher auf das Gesicht mit reichlich Vaseline auftragen, damit keine Haare eingegipst werden.

Von dieser Form wird mit einfachem Gips aus dem Baumarkt wieder eine Positivform erstellt.

Auch hier wieder darauf achten, das die Formen durch genügend Vaseline an aneinaderkleben gehindert werden

Das Leder ausreichend lange einweichen.

Bei dem dicken Leder wie hier (4mm) lange!! - und es bleibt trotzdem mühsam.
Einfacher ist es mit dünnerem Leder.

Das nasse Leder dann sehr sorgfältig an die Form anformen, bis die Konturen genau passen.

Um die die Form dann zu erhalten bieten sich 2 Möglichkeiten an. Da bei der vorliegenden Maske nur vorne im Gesichtsbereich eine Form ist, und nur diese steif sein sollte, hab ich hier die Lösung 1 gewählt.



HÄRTEN


1.
Mit "Stoffsteif" Bastelzubehör aus jedem Basteladen, die noch nasse Form von innen an den steif zu machenden Stellen einstreichen, und dies nach dem Trocknen noch 1-3 mal wiederholen.
Ordendtlich trocknen lassen, mit Sprühkleber innen was weiches wie Samt oder so einkleben, hinten noch 2 Druckknöpfe dran -- fertig

2.

Wachshärten:
Backofen auf 150 Grad vorheizen, auf keinen Fall heißer sonst verbrennt das Leder.
Wachs im Topf heiss machen (Handelsübliche Teelichter tun es übrigens wunderbar)
Das Leder im Ofen erhitzen, dabei aufpassen, daß es nicht verbrennt.
wenn das Leder schön heiß ist aus dem Ofen nehmen, und jetzt das ganze mit einem Schwamm(oder einem Stück Schaumstoff) mit dem flüssigen Wachs bestreichen, solange bis das Leder kein Wachs mehr aufnimmt.
Nicht mehr absorbiertes Wachs mit einem Küchentuch abwischen, das Leder nochmal kurz in den Ofen legen und dann kann kann man es noch bequem eine Weile formen.
Wenn ds Leder in der gewünschten Form ist, das ganze unter kalem Wasser abschrecken.
Wichtig: Wassertropfen müssen ebenfalls mit einem trockenen Tuch abgewischt werden sonst bleiben weisse Flecken zuück.
Jetzt das Leder eine Weile ruhen lassen.
Je nach Wachsmenge wird das Leder umso härter.
Wenn das Leder nach einiger Zeit arg beansprucht wurde und an Form verliert oder weicher wird, das ganze einfach nochmal kurz in den Backofen legen.

weiterführende Infos bei: http://www.lederhaus.de/wissen/haerten.php

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spankee
Hallo,
ich hab die Maske aus dünnerem, nämlich ganz weichem Nappaleder nachgebaut.
Was den entscheidenden Nachteil hat, dass ein Lage Leder vorne einfach nicht hart genug wird.

Macht ja gar nix, dacht ich mir und habe einfach ein gleich großes Stück Leder genommen und den ganzen AUfspann- und-Härte-Vorgang wiederholt.
Diesmal auf Links, d.h. die glatte Seite des Leders auf die Gipsform gespannt. MIt dem Effekt, dass ich sie dann mit dem bereits fertigen Teil "auf Links" zusammenkleben konnte. Ich hab hitzbeständigen KLeber genommen, damit ich die Maske, sollte sie aus der Form geraten, einfach wieder warmmachen und neu "einwachsen" kann.

Der Vorteil des weichen Leders ist, dass a) die Druckknöpfe leichter reingehen und b) sich das Ganze mit einer simplen Nähmaschine ohne großen Aufwand ringsrum "versäubern" lässt. Ränder einmal umknicken und drüberzackeln, fertig.

spankee
mr-hyde
Das hört sich chick an - Da wäre ich mal gespannt wie das nun aussieht?
Haste ein Bildchen für uns ?

Liebe Grüße
mr-hyde
lisa
@ mr-hyde *tippgeb* guck mal in der Galerie Augenzwinkern
holzwurm
Also, könnte es sein, das dieses Stofftsteif einfach nur handelsübliche Soda aus der Drogerie ist? gruebel

Meine ungefetteten Hals- und Flankenleder, härte ich schon ziemlich lange mit der Methode:
Drei Esslöffel Soda (so circa 30g) auf einen Liter Wasser.
Das Leder gut tränken (bis keine Blasen mehr aufsteigen) und dann formen.
Nach dem Trocknen hat das bei mir meist naturfarbene Leder dann so einen rustikalen, bräunlichen Ton bekommen.
Färben und fetten sollte kein größeres Problem darstellen, denke ich.
Der Vorteil für mich ist, das es durch Wärme nicht wieder weich wird und mir schon ziemlich viel Leder beim Härten mit Wachs und einem Heißfön kaputt gerschrumpft ist.
Nachteil allerdings, es klappt meines Wissens nach wirklich nur bei den ungefetteten Ledersorten.

Außerden möchte ich noch darauf hinweisen, das es in manchen Lederhandlungen und evtl. über einen Orthopäden auch Leder mit Spieß (so heißt diese Handelsklasse) gibt, dh. es hat eine gegerbte Ober-und Unterseite und in der Mitte ist es Roh. Die Schuhmacher nutzen es wohl für Protesen usw. , denn nach dem Wässern und Trocknen ist das Zeug hart wie "Kruppstahl". So einen Festigkeit, wie ein Hundekauknochen halt.
Die Beschaffung ist allerdings nicht ganz einfach. Es wird nicht bei allen Lederern verkauft.

Gruß, holzwurm