Datenbankeintrag: Tresor mit Zeitschloss

mr_thom1
Im Baumarkt gibt es für ca. 30 Euro Tresore mit elektronischem Codeschloss. Diese lassen sich leicht in einen Tresor mit Zeitschloss umbauen. Und dazu ist nicht mal großes handwerkliches Geschick nötig.

Materialliste:
- Tresor mit elektronischem Schloss
- Verlängerungsschnur 220 V beliebige Länge (wichtig ist, dass es sich um geschraubte Stecker/Kupplung handelt)
- Zeitschaltuhr 220 V
- Netzteil 6 V
- ein Stückchen Rund Holz (Lange ca 20 cm, Durchmesser ca 8 - 10 mm)
- 2 Nägel mit großen Köpfen (5 - 8 mm, Ziernägel sind gut geeignet)
- 2 Lüsterklemmen (1 Paar)

Gesamtkosten ab ca. 50 - 60 Euro

Der Umbau:

    Tresor öffnen und Batteriefach öffnen. Prüft, an welchem der Kontakte der Plus- und Minuspol anliegen (bei Bedarf Klebeetikett anbringen und markieren).

    Von der Verlängerungsschnur entweder Stecker oder Kupplung abschrauben.

    An der Rückseite des Tresors befinden sich Löcher, mit denen das Teil eigentlich an der Wand befestigt wird. Durch eines der Löcher die Verlängerungsschnur fädeln, so dass sich die Kupplung im Innern des Tresors befindet.

    Die abgeschraubte Kupplung bzw. den Stecker wieder anschrauben.

    Am Netzteil auf der Niederspannungsseite den Stecker abschneiden und das zweiadrige Kabel vorsichtig aufspleissen ohne die Isolierung zu beschädigen. Die letzten 20 mm der beiden Adern abisolieren und zunächst auf einer nicht leitenden Unterlage (Tischplatte, Pappe o.ä.) so festkleben, dass sicht die blanken Enden nicht berühren können. Netzteil in eine Steckdose stecken und mit einem Messgerät ausmessen, welche Ader Plus- und Minuspol ist (Vergessliche sollten es dranschreiben), danach Netzteil aus der Steckdose ziehen.

    Aus dem Rundholz 4 Stücke sägen, die jeweils der Länge einer AA-1,5 V-Batterie entsprechen.

    In zwei der Holzstückchen an der Kopfseite jeweils einen Nagel einschlagen, um den Ihr zuvor jeweils ein abisoliertes Ende des zuvor ausgemessenen Netzteilkabels wickelt. Auch hier sollte wieder die Markierung angebracht werden, um jederzeit Plus- und Minuspol unterscheiden zu können. Achtet darauf, dass sich die Pole nie berühren, wenn Strom am Netzteil anliegt.

    Die hölzernen Batterieattrappen jetzt in das Batteriefach einsetzen (auf richtige Polung achten)
Netzteil in die Schaltuhr einstecken, Schaltuhr in das Stromkabel einstecken, Stromkabel in die Steckdose stecken.
    Schaltuhr stellen und programmieren (ein bedeutet dabei, das das Schloss geöffnet werden kann) und alles in den Tresor legen. Fertig!


Und so funktioniert das Ganze:
Das elektronische Schloss ist ab Werk mit einen Standardcode ausgestattet, der immer dann benutzt werden muss, wenn die Stromverbindung unterbrochen worden ist. Es macht also keinen Sinn, eine eigene Zahlenkombination einzugeben, die wird ohnehin wieder gelöscht.
Klebt den Standardcode des Tresors mit einem Klebeetikett gut lesbar auf die Tür des Tresors. So ist sichergestellt, dass der/die Gefesselte diesen auch mit Sicherheit kennt.
Das Prinzip ist ganz einfach: Das Codeschloss ist nur bedienbar, wenn es mit Strom versorgt wird. Das regelt die Schaltuhr. Je nachdem, wie oft oder wie lange ich Einschaltzeiten programmiere, dementsprechend oft oder lange kann ich das Codeschloss bedienen und die darin verwahrten Schüssel des Fesselspiels entnehmen. Unterbricht die Schaltuhr durch die programmierten Ausschaltzeiten die Stromversorgung, kann der Gefesselte nicht an die Schlüssel ran. Stecker ziehen macht auch keinen Sinn, denn dann bleibt auch die Schaltuhr stehen, bis sie wieder Strom hat. Die Verschlusszeiten verlängern sich dadurch nur noch mehr. Um den Tresor schließen zu können, muss zum Zeitpunkt des Einschusses der Schlüssel für ein paar Minuten Strom fließen, danach ist es Euren Vorlieben überlassen, wie oft oder selten der Tresor geöffnet werden kann.

Eine Luxusvariante gibt es auch noch:
Steckt im Tresor zuerst einen Stromverteiler in die Schaltuhr und in diesen das Netzteil für die Stromversorgung des Codeschlosses.
Nun müsst Ihr noch eine preiswerte Lampe (z.B. eine billige Schreibtischlampe) von ihrem meist vergossenen Stecker befreien. Das dürfte nur mit einem Seidenschneider gehen. Fädelt das Kabel durch ein zweites Loch in der Tresorrückwand, so dass sie Lampe außerhalb des Tresors ist, das abgeschnittene Kabelende innen. Nun müsst Ihr am Lampenkabel einen neuen Stecker anschrauben, den es für weniger als 1 Euro im Baumarkt gibt.
Steckt den Stecker ebenfalls in den Stromverteiler im Innern des Tresors.
Fließt nun Strom, funktioniert nicht nur das Schloss, sondern der/die Gefesselte erkennt am hellen Licht der Lampe auch sofort, dass er/sie sich jetzt befreien kann.

Wer keine Ahnung von Elektrik hat, sollte tunlichst die Finger davon lassen, auch wenn es sehr einfach aussieht. Ein Schukostecker hat drei Adren, da kann man gut und gerne etwas verpolen. Also, wer an Stromkabeln rumschraubt, sollte wissen, was er tut! Das ist eine ganze Ecke mehr als Spielereien mit Reizstrom und kann tötlich ausgehen.

Zu den Tresoren gehört auch noch ein guter alter Schlüssel, so dass man ihn jederzeit öffnen kann, wenn die Technik versagt. Diesen Schlüssel könnte die Schlüsselherrin z.B. gut verstecken, so dass der Gefesselte ihn z.B. bei Notfällen nur nach telefonischer Rückfrage findet. Oder er wird in einen Eisblock eingefroren, so dass der Gefesselte erst nach dem Auftauen rankommt

Und nun viel Spaß beim Basteln und danach!
Zum Eintrag in der Datenbank
mr-hyde
Hi, könntest Du bitte noch ein paar Bilder dazu hochladen, damit man sich das besser vorstellen kann ?
Voraussetzung für Anleitungen bei uns sind in der Regel Bilder.
Grüße
mr-hyde
holzwurm
Zitat:
Original von mr_thom1


Und so funktioniert das Ganze:
Das elektronische Schloss ist ab Werk mit einen Standardcode ausgestattet, der immer dann benutzt werden muss, wenn die Stromverbindung unterbrochen worden ist. Es macht also keinen Sinn, eine eigene Zahlenkombination einzugeben, die wird ohnehin wieder gelöscht.


Wenn ich das also richtig verstanden habe, ist ein selber Entfesseln bei Stromausfall auf jeden Fall geährleistet?

holzwurm
McFloppy
nein holzwurm... entfesseln ohne strom ist nicht möglich. ich würde auch nicht mit soviel strom spielen. am besten man schaut mal beim großen C (Conrad) nach einer zeitschaltuhr als bausatz und bastelt das dann in den tressor. das ganze wird mit batterie funktionieren, und durch den zugeschlossenen tressor auch nicht manipulierbar.

Langzeittimer
Wer genauere ausführungen braucht, soll sich melden.

Gruß Floppy
mr-hyde
Zitat:
Original von McFloppy
.. entfesseln ohne strom ist nicht möglich....


Sicherheitshinweis:
Prinzipiell ist absolut von allen Release Verfahren dringend abzuraten die sich beim Ausfall der Technik (in diesem Falle Strom) nicht alleine öffnen.

oder man sollte für den Notfall einen wirklich guten "Plan B" haben.

Ich empfehle auch die Lektüre von : http://selfbondageforum.de/viewtopic.php?t=1521
oder auch den ganzen Bereich: "Pleiten, Pech und Pannen" in diesem Forum

Grüße
mr-hyde
RiotheRat
Zitat:
Original von mr_thom1Zu den Tresoren gehört auch noch ein guter alter Schlüssel, so dass man ihn jederzeit öffnen kann, wenn die Technik versagt ...


Eine "Notfallöffnung" scheint also gegeben zu sein.

Allerdings stehe ich dieser Bauanleitung auch kritisch gegenüber da hier 230V - Wechselstrom zum Einsatz kommt und nicht etwa (ungefährliche) Kleinspannung.

RtR
holzwurm
Zitat:
Original von RiotheRat
Zitat:
Original von mr_thom1Zu den Tresoren gehört auch noch ein guter alter Schlüssel, so dass man ihn jederzeit öffnen kann, wenn die Technik versagt ...


Eine "Notfallöffnung" scheint also gegeben zu sein.


Eben nur mit Schlüssel Riot. Und wie öffnet dann der Gefesselte das Teil?
FINGER WEG DAVON; DENKE ICH MAL
Zumindest nach der beschriebenen Variante.

holzwurm
Chris1005
@ Holzwurm
vielleicht kommt der Nachbar zur befreiung mit dem Schlüssel.
McFloppy
lieber eine althergebrachte variante mit "failsafe".... am sichersten ist wohl die eisgeschichte...... das wird immer schmelzen. eine kerze o.ä. kann ja auch ausgehn Augenzwinkern
mr_thom1
Wer zu kompliziert denk, ist selber schuld!!!

Wer verbietet es denn, den Schlüssel z.B. in einem versiegelten Umschlag direkt am Tresor zu befestigen? Dann hat der/die Schlüsselherr/in jederzeit die Kontrolle, ob der/die Eingeschlossene außerhalb der programmierten Öffnungszeiten seine Fesseln geöffnet hat.
Logisch, dass man auch im gefesselten Zustand zumindest an den Tresor heranreichen muss.
Den Notschlüssel könnte man sogar in einer mit einer Plombe versehenen kleinen Plastikbox direkt am Gefesselten befestigen (Halsreifen, Handschelle oder was auch immer Ihr benutzt). Das verlockt noch mehr dazu, den Tresor unerlaubt zu öffnen. Umso stolzer kann man sein, wenn man es doch nicht getan hat.
Mir fallen so viele Möglichkeiten ein, das Spiel sicher zu machen. Und das muss es ohne Frage sein. Warum schickt der/die Schlüsselherr/in nicht im Moment des Einschlusses eine sms auf das Handy des Gefesselten, in der das SChlüsselversteck mitgeteilt wird. Wird diese bei der späteren Kontrolle als gelesen angezeigt, hat er sich für eine kleine Extrastrafe qualifiziert.
Es gibt immer zwei Schlüssel zu solch einem Tresor. Man kann also zur doppelten Sicherheit auch 2 Notöffnungsmöglichkeiten vorbereiten.
Hier gilt der klassische Spruch: Alles kann, nichts muss!

Meiner Meinung nach sind diese Lösungen sogar sicherer als ein Eisblock, den ich z.B. im Falle einer Panik erst schmelzen muss, bevor ich an den Schlüssel komme.

Wie dem auch sei:
Richtig ist, die Sache muss sicher sein, d.h. es müssen technikunabhängige Öffnungsmöglichkeiten vorhanden sein (man denke nur mal an ein paar Tage Stromausfall!). Außerdem gilt dann immer noch, dass man mit Verstand an alles herangehen muss. Das kann man immer wieder nur betonen, wie das aber jeder Einzelne definiert, ist leider nicht beeinflussbar.
Die Intelligenz ist unter den Menschen eben sehr ungleich verteilt. Die meisten fahren vernünftig, ein paar Raser trüben das Gesamtbild aber eben doch. Bei unseren Spielchen ist es nicht anders.

Ich hoffe, ich konnte einige Bedenken zerstreuen.