Datenbankeintrag: Fernsteuerung auf Jabber Basis(open Source)

traviesadoro
Hallo liebe Leute,
soeben habe ich gerade die letzten Dateien der Traviesadora Software auf SourceForge.net hochgeladen.
http://traviesadora.sourceforge.net/
bzw. https://sourceforge.net/projects/traviesadora/
oder der direkte Downloadlink: http://downloads.sourceforge.net/traviesadora/traviesadora-beta-0.1.0.3.7.z
ip

Dieses Programm ist open source und wurde geschrieben, um eine Basis für Teledildonics zu haben. Es unterstützt einen Chat(Jabber, Nobrachat), Fernsteuern von allem, was sich über den COM-Port steuern lässt, man kann Filme zusammen gucken, die Verbindung wird verschlüsselt, und die Ausgaben an den COM-Port werden von einem Script gesteuert.

Mit dem Programm wird es möglich sein, Dildos oder anderes Com-Port steuerbares über das Jabber-Protokoll, was so ähnlich ist wie ICQ oder der MSN Messenger, zu steuern. Zusätzlich zum Jabber Protokoll ist das Nobrachat Protokoll implementiert.

Die Schnittstelle nach außen zum Com port geschieht über ein script(Pascal Syntax), sodass man das Programm einfach an seine eigenen Toys anpassen kann.

Startet man das Programm sieht man zunächst ein Anmeldedialog. Der obere Teil ist für den Nobrachat und der untere für Jabber. Hat man schon einen Jabber Accout, kann man dessen Anmeldedaten einfach übernehmen. Dabei wird dann auch die Kontaktliste übernommen. Hat man noch keinen Account, klickt man einfach auf "New User registration", gibt seinen Lieblingsusernahmen an und gibt ein Passwort zweimal an. Und schon hat man einen Account. Um mit anderen in Kontakt zu treten, muss man diese noch zu seiner Kontaktliste hinzufügen. Dies geschieht mit einem Klick auf das +. Gibt man den hinzuzufügenden Kontakt an, landet dieser ersteinmal mit dem Status "Pending" in der Warteliste, bis dieser sagt:"Jupp, ich will auf deiner Kontaktliste sein".

Neu ist außerdem eine Verschlüsselung, die es ermöglicht, eine private Verbindung herzustellen. Für die Verschlüsselung gibt es drei Stufen. Wenn der Chatpartner noch mit der ursprünglichen Nobrachat Software oder einem normalen Jabber client chattet, findet gar keine Verschlüsselung statt. Wenn der Chatpartner aber auch mit Traviesadora unterwegs ist, findet eine einfache Verschlüsselung statt, die aber anfällig für Man-in-the-middle Attacken ( http://de.wikipedia.org/wiki/Man-in-the-middle-Angriff ) ist, aber grundsätzlich schon gut schützt, da niemand die Chatnachrichten mehr auf dem ersten Blick entziffern kann. Zum Entziffern ist aber schon etwas Aufwand erfoderlich. In die dritte Verschlüsselungsstufe gelangt man, indem man mit einem Rechtsklick auf "Weak encryption" klickt und die Verschlüsselung auf "good encryption" setzt. Daraufhin wird der Chatpartner aufgefordert, eine Frage und deren Antwort zu formulieren die nur beide Chat Partner kennen. Die Antwort dient als Passwort für die Verbindung. Sie muss insofern auch von beiden Benutzen genau identisch eingegeben werden, weshalb man die Frage auch möglichst präzise stellen sollte. Diese Antwort wird für die Generierung sogenannter Sitzungsschlüssel benutzt, die regelmäßig in einem bestimmten Abstand gewechselt werden. Beim Beenden des Chats wird dieser Schlüssel auf der Festplatte gespeichert, sodass beim nächsten Chat nicht mehr Fragen und Antworten formuliert werden müssen.

Das Steuern der Vibration wurde grundsätzlich verändert und vereinfacht. Um Vibratoren fernzusteuern, muss der Empfänger der Vibration den Sender dazu auffordern. Dies geschieht mit dem Button im Chatfenster, der ähnlich wie ((I)) aussieht. Nun öffnet sich beim Chatpartner, der die Vibration senden soll, ein Fenster, das ihn fragt, ob er die Einladung annehmen will. Tut er das, öffnet sich in seinem Chatfenster ein weiteres Fenster, mit dem er den Vibrator steuern kann. Auf der rechten Seite sind mögliche Sequenzen aufgelistet. Von Sinus bis Zufallssequenzen. Mit dem Mausrad oder einem direkten Klick kann man die Sequenzen wechseln. Mit dem gelb-rote Feld kann man die Stärke und die Geschwindigkeit der Sequenz auswählen. Bewegt man die Mouse mehr nach rechts, wird die Sequenz schneller, bewegt man sie nach oben, wird sie stärker. Man kann den Punkt in dem Feld mit einem Click feststellen, sodass man die Mouse auch anderweitig verwenden kann.

Um anzugeben an welcher Schnittstelle der Vibrator hängt, kann man nach einem Login und einen Rechtsklick auf das trayicon neben der Uhr in das Settings-Fenster wechseln. Unter Output kann man sagen, an welchem Port der Vibrator hängt.

Neu ist die Funktion, dass man zusammen synchron Filme gucken kann. Hierfür muss der vlc Player installiert sein. Falls er dies nicht ist, kann man sich ihn hier runterladen: http://www.videolan.org/vlc/download-windows.html . Um seinen Chatpartner zum Filmgucken einzuladen, muss man im Chatfenster das Filmsymbol anklicken. Um ein Film gucken zu können, muss man erst einen Film in seine Bibliothek hinzufügen. Dies geschieht mit einem Klick auf das Plus. Mit einem Klick auf das "-" entfernt man ihn wieder. Nun kann man mit einem Doppelklick den Film starten. Hat der Chatpartner den gleichen Film, guckt ihr beide nun synchron einen Film.

Viel Spaß damit und guckt es euch mal an.

Liebe Grüße!
Zum Eintrag in der Datenbank
Ecke
Hallo,
das klingt wirklich extrem spannend, was du da programmiert hast.
Wenn jetzt noch jemand einen Schaltplan hätte mit dem man sich die ansteuerung für den Dildo selber bauen könnte.....

Hm wenn ich so nachdenke, dann fallen mir 2 Anwendungen ein.
Vibrator 3V und höchstens 1A oder Fickmaschine mit 12V und max. 4A.

Das sollte doch zu machen sein. Oder?
Aber ich bin leiter kein Elektroniker.

Grüße Ecke
mr-hyde
Hi traviesadoro,
ich habe Deinen Beitrag mal freigeschaltet.
In unseren Zusammenhängen hier wäre es natürlich interessanter, wie die Schnittstellen hardwareseitig aussehen könnten.
Der ein oder andere Link hierzu wäre sehr hilfreich, denn sonst macht für uns hier dieser Eintrag wenig Sinn.

Liebe Grüße
mr-hyde
mr-hyde
*räusper*
Da ich den Eintrag so nicht verstehe, und noch keine Antwort bekommen habe, lösche ich den dieser Tage wieder, da ich so davon ausgehen muss, das es sich um einen reinen Werbeeintrag handelt.
Grüße
mr-hyde
traviesadoro
Sorry ich bin nicht dazu gekommen zu antworten. Zunächst ersteinmal möchte ich klar stellen, dass es sich um ein rein unkommerzielles Projekt handelt. Die Sourcen sind komplett frei und stehen unter der freien GPL Lizenz.
Letztendlich ist dies ein Chat programm, ein Instant messanger. Wie zum Beispiel ICQ. Allerdings hat Traviesadora noch features, die ICQ oä nicht haben. Wie zum Beispiel das Fernsteuern von Maschinen,Vibratoren oder andere Dinge, die die Fantasie zulassen.
Die Schnittstelle zu den Maschinen stellt zunächst nur die COM-Schnitstellen am PC dar. Das heißt, Traviesadora empfängt Daten vom Chatpartner, die von einem Treiber an die serielle Schnittstelle weitergereicht werden. Den Treiber kann man selber ganz leicht anpassen, da es sich hier nur um ein Script handelt. Es wird dazu auch bald ein Dokument geben, in dem die Treiber funktionen erlärt werden. Ansonsten rate ich einfach mal in die Treiber reinzugucken. Man findet sie in /Drivers/*.tdr. Dies sind einfache Textdateien, die man sich mal angucken kann. Der Nobratreiber bietet sich hierfür an, da er am einfachsten ist.
Dementsprechend muss der Schaltungsteil so gebaut werden, dass er Kommandos von der seriellen Schnittstelle entgegen nehmen kann und diese umsetzt. Dies geschieht typischerweise mit einem Microcontroller wie zum Beispiel einem ATMega. Anregungen findet man auf http://www.mikrocontroller.net/ Damit dieser Microcontroller etwas macht, muss dieser noch programmiert werden. Dies geschieht normalerweise mit C. Aber hierzu findet man auf der oben genanten Seite viele Infos.
Was man jetzt steuert, ist rein der Fantasie überlassen. Es kann sich nur um eine Glühbirne oder auch um einen Vibrator handeln. Meinetwegen auch eine Fickmaschine. Wichtig ist halt, dass man einen passenden Motortreiber zwischen Microcontroller und Motor platziert. Dann kann man auch mehrere Ampere schalten. Dies macht man normalerweise mit PWM. Zum Thema Motorsteuerung mit einem Microcontroller und PWM findet man viel im Internet. Google oder auch die genannte Seite.

Liebe Grüße!
traviesadoro
Eine kleine Doku über die Innereien des Programms. Ist noch lange nicht fertig. Aber der wichtigste Teil, die Treiberbeschreibung kann man nachlesen.
http://downloads.sourceforge.net/travies...r-functions.pdf
padalton
Gibt es irgendwo erfahrungsberichte oder
beispiele wie man das interface macht o.Ä. ?
Azrael_1976
also... bin selbst in der IT-Branche tätig... habe auch relativ viel mit Programmcode zu tun... (wir sind Hersteller eines computergestützten Kassensystems für den textilen Einzelhandel und ich sitze dort im technischen Support)

aber:
a) in der heutigen Zeit würde ich da eher an eine USB-Schnittstelle denken...
b) sind die vorliegenden Daten für meine Zwecke zu dürftig

In dem Zusammenhang kommt mir die Idee, ob man nicht versuchen könnte, die Treibersoftware, oder das CheckHealth-Programm, bzw. Funktionstest, für die Posiflex-USB-Kassen(schub)lade zu modifizieren. Evtl. auch die EPSON OPOS ADK (eine komplette Softwareumgebung, die Schnittstellen für Kassensysteme (also Ansteuerung von Kassenlade, BonDrucker, Kundendisplay, etc.) zur Verfügung stellt (LPT, COM, USB und sogar LAN)

USB-Ports sind Bus-Powered und können z. B. Ladestrom für Handys liefern.
Ebenso kann man genug Strom senden, um z.B. die Kassenlade zu öffnen.

Was mich an allen hier im Board vorgestellten Softwarelösungen stört, ist die nötige Anpassung an eine möglichst hohe Vielzahl möglicher Endgeräte.

Natürlich ist es reizvoll, am Ende eine Steuerung zu haben, die sowohl Vibrator, Fickmaschine, als auch E-Stim Geräte ansteuert.

Das lange und möglicherweise gefährliche Experimentieren, gerade im Bereich E-Stim, lassen mich davor aber eher zurückschrecken. Ich wollte dann doch noch etwas länger was von meiner Frau haben. gruebel

Interessant in meinen Augen wäre eine gezielte Anleitung, wie man eine jeweilige Software mit entsprechender Peripherie kombiniert. Z. B. die Ansteuerung eines Virbrators, oder eines E-Stim Gerätes.

Ich stelle mit gerade im Bereich E-Stim eher so etwas vor:
- Standard-USB-Kabel bei "ich bin doch nicht blöd" besorgen
- Eine Seite abscheiden und entsprechende Kontakte freilegen
- passende stromführende Kabel direkt mit den Elektroden verbinden
- Ansteuerung über eine Softwareschnittstelle, die über den USB Port verschiedene Stromstärken und Wellenmuster erzeugt

Gerade jetzt beim Schreiben kommt mir eine weitere Idee:
- besitze ein USB Headset
- frühere (Selbst-)versuche mit Kopfhörerbuchsen (Mann tut Frau ja nix ungeprüft an) haben gezeigt, dass man bei vorsichtigem Einsatz der Regler zu brauchbaren Ergebnissen bei entsprender Kombination von Lautstärke und Frequenz kommen kann
- falls möglich: Analyse der Treibersoftware, bzw. lokalisieren der ton- und somit stromführenden Kabel
- Anschluss an Elektroden
- zuführen von Audiomaterial nach Belieben (tiefe Töne vibrieren eher, höhere Töne erzeugen dieses typische Kribbeln/Prickeln) bei variabler Lautstärke (zu hohe Lautstärken erzeugen dann den pochenden/ziehenden Schmerz)
- Fertig

@ Mr.Hyde: bitte entsprechend editieren, damit alle möglichen gefährlichen Fehlerquellen ausgeschlossen werden können. Ich hab hier einfach mal "laut gedacht" und hoffe, dass daraus evtl. ein neuer Thread entsteht, bzw. brauchbare und ungefährliche Ergebnisse rauskommen.
padalton
also das mit e-stim wird denke ich weder
über soundkarte , noch über USB gehn.
Da wird mit spannungen bis zu 60Volt gearbeitet und
mit sehr hohen frequenzen!

Ich bin gerade dabei selber was zu entwickeln.

Bin auf die idee gekommen als ich auf diesen Thread gestoßen
bin und mir überlegt habe wir ich ein hardwareinterface dazu mache.

Ich bin schon seit ca. 10/2009 am entwickeln,
Plenung, Konzept und Theorie sind soweit mal fertig
und jetzt wird gerade der Prototyp gefertigt,
dann kommt die software.

Ich kann leider noch keine Details herausgeben da
ich noch kein Patent gemeldet habe und ich
plane das zu vermarkten.

Werde mich auf jeden fall hier wieder melden wenns was offizielles gibt.

Sollte das mit dem vermarkten scheitern stelleich das
genze als OpenSource-projekt ins netz!
etlam-bastelt
Klar kann man auch USB auf einem 8 - Bit Atmega realisieren, doch finde ich USB Programmiererei immer noch recht umständlich, gerade für solch eine einfache Aufgabe.

Viel einfacher ist es bisher immer für mich gewesen einen USB-Seriell Wandler (FTDI FT232R) direkt vor den Prozessor zu setzen. Die Logikschaltung lässt sich dann über USB versorgen und erscheint am PC als USB/Seriell Wandler.

Für die Kommunikation braucht man auch kein USB. Einfach ein kleines Protokoll aufsetzen. Dann kann man recht einfach geräte einschalten oder ein Duty Cycle vorgeben (Leistung vom z.B. Gleichstrommotor einstellen). Braucht man Leistung, so schaltet man einfach einen LogicLevel Mosfet dahinter und hat Power "ohne" ende (z.B. FDB8860).

Der Vorteil von kleinen 8 Bitern ist meist, das man die noch bedrahtet bekommt und mit dem Waffeleisen löten kann (für den FT232 sollte man schonmal glötet haben...)

Atmega hat den Vorteil das man einen freien Compiler bekommt (GCC) und ne recht gute IDE. Dann braucht man nen Programmiere den man sich löten oder für 20 Euro kaufen kann.

Das ganze macht für mich nur Sinn wenn man die Fickmaschine, oder was man eben will, selbst entwickelt. Ich geh mal davon aus das kommerzielle Produkte billigst programmiert sind (??) und da nix kompliziertes abläuft, man also einfach drauf zugreifen könnte. Einfacher wäre es vielleicht zwischen den "Ein/Aus - Schalter" einen Fet zu setzen oder bei Analogen Eingängen (gibts sowas bei den Maschinen) nen DAC einzusetzen.
Aber ehrlich, jetzt sich ich hier 200 km entfernt drück Knöpfchen und plötzlich ist Funkstille.... Panik..., und zum Schluss war sie kurz cracker holen. Ob der WAF Faktor besonders hoch ist??