holzwurm
Die Fixierung des ganzen Körpers, dessen absolute Bewegungsunfähigkeit und die Tatsache, daß mit einem Vakuumbett auch eine gewisse Atemreduktion bzw. -kontrolle einhergeht, fasziniert mich schon länger. Eine Anleitung zu einem solchen Vakuum-Bett gibt es hier schon in der Datenbank. Der Zufall, oder wie man es immer nennen mag, hat mir da auch eine Variante quasi aufgedrängt.
Aus dem Sperrmüll habe ich schon vor einiger Zeit vier Lochbleche mitgenommen. Es sind solche, wie sie in den Bau- und Supermärkten als Rückwände in den Verkaufsregalen eingebaut sind.
In entsprechender Größe habe ich aus Dachlatten und etwas Hartfaserplatte vier Rahmen/Kästen gebaut.
Die Dachlatten (24x48mm sägerauh) habe ich zunächst grob zugeschnitten und in der Werkstatt ausgehobelt, da sie beim Lieferanten nichts an vernünftiger gehobelter Ware auf Lager hatten.
Die vier Bleche sind je 990X400mm groß. Alle Kanten sind so circa 18mm abgekantet. Dafür habe ich also auf der Fräse 2x20mm Nut in die Leisten gefräst (siehe Bild). Außerdem einen 3mm Falz für die Hartfaserplatte und auch gleich die Kanten im Radius von circa 3mm gerundet. So etwas wäre auch mit einer Kreissäge oder/und Oberfräse zu machen, wenn man nicht gerade eine komplette Schreinerei zur Verfügung hat.
Die Rahmen sind auf Gehrung zugeschnitten und mit Hilfe von Gehrungsspannklammern verleimt (auch im Bild zu sehen). Diese haben den Vorteil, dass sie recht einfach anzuwenden sind (siehe auch hier). Solche Klammern lohnen sich meiner Meinung nach auch für den Hausgebrauch, wenn man öfter Rahmen (zB. Bilderrahmen) bastelt. Ein Nachteil dieser Klammern ist allerdings, dass anschließend zwei Abdrücke/Löcher im Holz zurückbleiben, die ich in diesem Fall mit entsprechendem Kitt gefüllt habe. Die Hartfaserplatten hab ich entsprechend zugeschnitten und gleich als Boden mit eingeleimt. Außerdem werden die Kästen so direkt in den rechten Winkel gedrückt und können sich nicht mehr verziehen. Die vier „Kisten“ habe ich für den nötigen Pressdruck unter eine große Furnierpresse geschoben. Das könnte man ohne eine Werkstatt zu bemühen auch mit Nägeln, kleinen Schrauben (ähnlich einer Schrankrückwand) oder Zwingen machen. Das Leimen macht die Kästen auch gleichzeitig „Luftdicht“.
Aus etwas Restholz habe ich je vier Stege geschnitten, so dass sie mit der Oberkante der Leisten eine Auflage für die Bleche bilden. Da hinein sind zwei größere Löcher (hier 24mm, weil der Bohrer gerade da war) gebohrt. Das Bett hat so ausreichend Auflage für die Lochbleche, dass sich ein Mensch darauf legen kann und auch genügend Öffnungen, dass die Luft gut abgesaugt wird. Diese Stege sind nur mit etwas Leim entsprechend angeordnet in den Kästen fixiert (wieder unter der Presse).
Nach dem Schleifen der vier Kästen habe ich Außen herum drei Schichten Wasserlack aufgetragen. Ich mag die umweltfreundlicheren Wasserlacke inzwischen recht gerne. Man kann sie streichen, rollen und meist auch spritzen, wobei gerade dabei eine Maske zu tragen wäre. Herstellerhinweise sollten auf jeden Fall beachtet werden. Auch die Innenseite hab ich gegen „Zugluft“ einmal komplett mit dem Lack versiegelt.
Die Kopplung der vier Elemente habe ich durch entsprechend positionierte 9mm Löcher gelöst, durch die ich M8x50mm Schlossschrauben stecken kann, um die Kästen zu verbinden (siehe Bild). Je eine kurze und eine lange Seite jeder Kiste hat an entsprechender Stelle diese Löcher. Wenn dann alle vier Rahmen kreuzweise verschraubt sind, komme ich also auf circa 1990x810mm Auflagefläche.
In den langen Außenseiten sind jeweils an der mittleren Kopplung ø10mm Rohre, bündig mit der Außenseite eingebaut (siehe Bild). So seht nichts vor, wenn ich die Kisten verstaue. Vier Stücke des 10er Rohres habe ich in dicke Multiplexstücke eingebohrt, von unten mit einer entsprechenden Schraube gegen Rausrutschen fixiert, hinter die Öffnungen positioniert und dort fest geschraubt (siehe Bild). Auf die Rohre stecke ich entsprechende 10mm Schläuche, die ich dann, zusammen geführt in einen Staubsauger, zum Absaugen der Luft benutzen kann.
Um die Dichtigkeit zu erhöhen, klebe ich die kreuzförmige Fuge an der Unterseite mit Paketklebeband beim Zusammenbau ab. Ein Streifen Längs und einmal Quer reicht völlig aus.
Im Fachhandel habe ich mir Gummistopfen besorgt, die von 26 auf 30mm und von 29 auf 33mm zulaufen. So sollte ich auch einmal einen Staubsaugerwechsel gut überstehen.
Diese Gummistopfen habe ich ein paar Tage in den Gefrierschrank gelegt und dann ein 10mm Loch hinein gebohrt. Das geht im gefrorenen Zustand deutlich besser als bei Raumtemperatur. Dort hinein kommt auch ein Stück 10mm Alurohr, auf das ich wieder den Schlauch stecken kann (siehe Bild). In der Zuleitung zum Bett habe ich dann noch drei Y-Stücke verbaut, um da mit möglichst wenig Schlauch arbeiten zu müssen, da diese sonst so als „Gewusel“ um das Bett herum lägen. Außerdem habe ich gleich ein Reduzierstück (von 10mm auf 6mm) mitgenommen, um die Abluft nach entstandenem Vakuum (genauer Unterdruck) dann über einen leisen Kühlschrankkompressor halten zu können, sofern das denn funktioniert.
Auch werde ich dem Vakuum-Bett dann noch ein schwarzes Frottéetuch statt des Saunatuches gönnen, denn die Bleche sind doch recht unangenehm kalt. Sie soll ja da einige Zeit lang liegen und dabei braucht sie schließlich keine Schäden durch Unterkühlung davon zu tragen.
Zunächst kommt hier dünne Maler-Abdeckfolie zum Einsatz. Diese über die/den zu Fixierende/n legen, ein Atemloch frei machen und mit einem Atemrohr versehen. Die Abdichtung des Folientunnels hab ich der Einfachheit halber mit einfachem Paketklebeband gelöst. Die Räder der Folie mit den Klebeband auf die Außenkanten des Vakuum-Bettes kleben und dabei auch gleich die überstehende Abdeck-Folie zuschneiden oder nach innen einschlagen.
Latexfolie ist dann zumindest mal für die Zukunft geplant. Leider ist solch eine Folie recht teuer und da werde ich wohl noch einige Zeit abwarten, bis ich mir so etwas zulege.
Das Atemrohr bildet hier ein unbenutzter Stutzen aus Kunststoff so ø35mm, der von einer Stichsäge übrig ist. Dieses Mundstück kann aber auch deutlich kleiner im Durchmesser sein.
Über kurz oder lang werde ich auch den Versuch mit einer leiseren Absaugung (Kühlschrankkompressor) noch starten.
Mal abgesehen von den Lochblechen, die hier nicht zu berechnen sind, war das Material für dieses Projekt in einem preislich überschaubarem Rahmen. Dünne Abdeckfolie ist nur zum einmaligen Gebrauch und man bekommt für unter 1,-€. Die Dachlatten liegen im Bund (10 Stk. 24x48x2000mm ungehobelt) so bei 7,-€ (gehobelt auch nicht viel teurer), zuzüglich der 1,8m² Hartfaserplatte, die um 5,-€ liegen.
Die 8 Schlossschrauben (und deren Zubehör) habe ich hier liegen gehabt. Deren Preis wird auch nicht mehr als 10,-€ sein. Das 10mm Alurohr schlägt mit 2,60€ zu Buche. Kleinmaterial wie Lack, Leim und Schrauben sind hier ebenfalls nicht im Einzelnen so genau zu Berechnen. Die beiden Gummistopfen, die drei Y-Stücke, das Reduzierstück und 8 Meter Schlauch haben circa 20,-€ gekostet. Zusammen kommt man wohl mit 100,-€ hin, um so etwas zu realisieren.
Statt dieser Lochbleche könnte ich mir auch Hartfaserplatten vorstellen. Die gibt es auch zu erschwinglichem Preis als Zuschnitte in der Holzabteilung eines Baumarktes und man braucht dann nur ein etwas engeres Gerippe in das Innere zu verbauen, denke ich, da diese Platten nicht so tragfähig sind.
Und nochmal der besondere Sicherheitshinweis, ein solches Vakuum-Bett nie alleine zu testen oder zu benutzen. Bitte immer nur mit einer weiteren Person in der Nähe betreiben, die den Staubsauger bedienen kann. Schwerste Unfälle (da Atemreduktion und Bewegungsunfähigkeit) sind sonst nicht auszuschließen.
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Aus dem Sperrmüll habe ich schon vor einiger Zeit vier Lochbleche mitgenommen. Es sind solche, wie sie in den Bau- und Supermärkten als Rückwände in den Verkaufsregalen eingebaut sind.
In entsprechender Größe habe ich aus Dachlatten und etwas Hartfaserplatte vier Rahmen/Kästen gebaut.
Die Dachlatten (24x48mm sägerauh) habe ich zunächst grob zugeschnitten und in der Werkstatt ausgehobelt, da sie beim Lieferanten nichts an vernünftiger gehobelter Ware auf Lager hatten.
Die vier Bleche sind je 990X400mm groß. Alle Kanten sind so circa 18mm abgekantet. Dafür habe ich also auf der Fräse 2x20mm Nut in die Leisten gefräst (siehe Bild). Außerdem einen 3mm Falz für die Hartfaserplatte und auch gleich die Kanten im Radius von circa 3mm gerundet. So etwas wäre auch mit einer Kreissäge oder/und Oberfräse zu machen, wenn man nicht gerade eine komplette Schreinerei zur Verfügung hat.
Die Rahmen sind auf Gehrung zugeschnitten und mit Hilfe von Gehrungsspannklammern verleimt (auch im Bild zu sehen). Diese haben den Vorteil, dass sie recht einfach anzuwenden sind (siehe auch hier). Solche Klammern lohnen sich meiner Meinung nach auch für den Hausgebrauch, wenn man öfter Rahmen (zB. Bilderrahmen) bastelt. Ein Nachteil dieser Klammern ist allerdings, dass anschließend zwei Abdrücke/Löcher im Holz zurückbleiben, die ich in diesem Fall mit entsprechendem Kitt gefüllt habe. Die Hartfaserplatten hab ich entsprechend zugeschnitten und gleich als Boden mit eingeleimt. Außerdem werden die Kästen so direkt in den rechten Winkel gedrückt und können sich nicht mehr verziehen. Die vier „Kisten“ habe ich für den nötigen Pressdruck unter eine große Furnierpresse geschoben. Das könnte man ohne eine Werkstatt zu bemühen auch mit Nägeln, kleinen Schrauben (ähnlich einer Schrankrückwand) oder Zwingen machen. Das Leimen macht die Kästen auch gleichzeitig „Luftdicht“.
Aus etwas Restholz habe ich je vier Stege geschnitten, so dass sie mit der Oberkante der Leisten eine Auflage für die Bleche bilden. Da hinein sind zwei größere Löcher (hier 24mm, weil der Bohrer gerade da war) gebohrt. Das Bett hat so ausreichend Auflage für die Lochbleche, dass sich ein Mensch darauf legen kann und auch genügend Öffnungen, dass die Luft gut abgesaugt wird. Diese Stege sind nur mit etwas Leim entsprechend angeordnet in den Kästen fixiert (wieder unter der Presse).
Nach dem Schleifen der vier Kästen habe ich Außen herum drei Schichten Wasserlack aufgetragen. Ich mag die umweltfreundlicheren Wasserlacke inzwischen recht gerne. Man kann sie streichen, rollen und meist auch spritzen, wobei gerade dabei eine Maske zu tragen wäre. Herstellerhinweise sollten auf jeden Fall beachtet werden. Auch die Innenseite hab ich gegen „Zugluft“ einmal komplett mit dem Lack versiegelt.
Die Kopplung der vier Elemente habe ich durch entsprechend positionierte 9mm Löcher gelöst, durch die ich M8x50mm Schlossschrauben stecken kann, um die Kästen zu verbinden (siehe Bild). Je eine kurze und eine lange Seite jeder Kiste hat an entsprechender Stelle diese Löcher. Wenn dann alle vier Rahmen kreuzweise verschraubt sind, komme ich also auf circa 1990x810mm Auflagefläche.
In den langen Außenseiten sind jeweils an der mittleren Kopplung ø10mm Rohre, bündig mit der Außenseite eingebaut (siehe Bild). So seht nichts vor, wenn ich die Kisten verstaue. Vier Stücke des 10er Rohres habe ich in dicke Multiplexstücke eingebohrt, von unten mit einer entsprechenden Schraube gegen Rausrutschen fixiert, hinter die Öffnungen positioniert und dort fest geschraubt (siehe Bild). Auf die Rohre stecke ich entsprechende 10mm Schläuche, die ich dann, zusammen geführt in einen Staubsauger, zum Absaugen der Luft benutzen kann.
Um die Dichtigkeit zu erhöhen, klebe ich die kreuzförmige Fuge an der Unterseite mit Paketklebeband beim Zusammenbau ab. Ein Streifen Längs und einmal Quer reicht völlig aus.
Im Fachhandel habe ich mir Gummistopfen besorgt, die von 26 auf 30mm und von 29 auf 33mm zulaufen. So sollte ich auch einmal einen Staubsaugerwechsel gut überstehen.
Diese Gummistopfen habe ich ein paar Tage in den Gefrierschrank gelegt und dann ein 10mm Loch hinein gebohrt. Das geht im gefrorenen Zustand deutlich besser als bei Raumtemperatur. Dort hinein kommt auch ein Stück 10mm Alurohr, auf das ich wieder den Schlauch stecken kann (siehe Bild). In der Zuleitung zum Bett habe ich dann noch drei Y-Stücke verbaut, um da mit möglichst wenig Schlauch arbeiten zu müssen, da diese sonst so als „Gewusel“ um das Bett herum lägen. Außerdem habe ich gleich ein Reduzierstück (von 10mm auf 6mm) mitgenommen, um die Abluft nach entstandenem Vakuum (genauer Unterdruck) dann über einen leisen Kühlschrankkompressor halten zu können, sofern das denn funktioniert.
Auch werde ich dem Vakuum-Bett dann noch ein schwarzes Frottéetuch statt des Saunatuches gönnen, denn die Bleche sind doch recht unangenehm kalt. Sie soll ja da einige Zeit lang liegen und dabei braucht sie schließlich keine Schäden durch Unterkühlung davon zu tragen.
Zunächst kommt hier dünne Maler-Abdeckfolie zum Einsatz. Diese über die/den zu Fixierende/n legen, ein Atemloch frei machen und mit einem Atemrohr versehen. Die Abdichtung des Folientunnels hab ich der Einfachheit halber mit einfachem Paketklebeband gelöst. Die Räder der Folie mit den Klebeband auf die Außenkanten des Vakuum-Bettes kleben und dabei auch gleich die überstehende Abdeck-Folie zuschneiden oder nach innen einschlagen.
Latexfolie ist dann zumindest mal für die Zukunft geplant. Leider ist solch eine Folie recht teuer und da werde ich wohl noch einige Zeit abwarten, bis ich mir so etwas zulege.
Das Atemrohr bildet hier ein unbenutzter Stutzen aus Kunststoff so ø35mm, der von einer Stichsäge übrig ist. Dieses Mundstück kann aber auch deutlich kleiner im Durchmesser sein.
Über kurz oder lang werde ich auch den Versuch mit einer leiseren Absaugung (Kühlschrankkompressor) noch starten.
Mal abgesehen von den Lochblechen, die hier nicht zu berechnen sind, war das Material für dieses Projekt in einem preislich überschaubarem Rahmen. Dünne Abdeckfolie ist nur zum einmaligen Gebrauch und man bekommt für unter 1,-€. Die Dachlatten liegen im Bund (10 Stk. 24x48x2000mm ungehobelt) so bei 7,-€ (gehobelt auch nicht viel teurer), zuzüglich der 1,8m² Hartfaserplatte, die um 5,-€ liegen.
Die 8 Schlossschrauben (und deren Zubehör) habe ich hier liegen gehabt. Deren Preis wird auch nicht mehr als 10,-€ sein. Das 10mm Alurohr schlägt mit 2,60€ zu Buche. Kleinmaterial wie Lack, Leim und Schrauben sind hier ebenfalls nicht im Einzelnen so genau zu Berechnen. Die beiden Gummistopfen, die drei Y-Stücke, das Reduzierstück und 8 Meter Schlauch haben circa 20,-€ gekostet. Zusammen kommt man wohl mit 100,-€ hin, um so etwas zu realisieren.
Statt dieser Lochbleche könnte ich mir auch Hartfaserplatten vorstellen. Die gibt es auch zu erschwinglichem Preis als Zuschnitte in der Holzabteilung eines Baumarktes und man braucht dann nur ein etwas engeres Gerippe in das Innere zu verbauen, denke ich, da diese Platten nicht so tragfähig sind.
Und nochmal der besondere Sicherheitshinweis, ein solches Vakuum-Bett nie alleine zu testen oder zu benutzen. Bitte immer nur mit einer weiteren Person in der Nähe betreiben, die den Staubsauger bedienen kann. Schwerste Unfälle (da Atemreduktion und Bewegungsunfähigkeit) sind sonst nicht auszuschließen.
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Zum Eintrag in der Datenbank