mr-hyde
- speziell geeignet für dünnes Leder / Peitschenbau
Nach einigen eigenen Versuchen dünnes Leder zufriedenstellend für das Peitschen flechten so zu schneiden das sie auch halbwegs gleichmäßig sind, habe ich mich mit meinen gescheiterten Ergebnissen an Oliver gewandt, da der da einiges an Erfahrung damit hat.
Da er da auch noch nicht abschließend zufrieden (zumindest in der Geschwindigkeit) war, haben wir erst mal mit ein paar getunten Messerchen herum experimentiert die man auch in der Galerie finden kann. HIER HIER HIER und HIER
Ich persönlich war ja mit den damit zu erzielenden Ergebnissen schon schwer zufrieden, den das aufwändige mit dem Zirkel Vorritzen und dann mit dem Messer nachschneiden war für mich doch ein wenig zu langwierig. Und für frei Hand zu schneiden fehlt mir definitiv das Geschick, das lerne ich nie.
Gerade als die Messer fertig waren kam Oliver mit der Idee des James Leather Cutter.
Da ich mir nicht vorstellen konnte war nun gerade dieses Prinzip funktionieren soll habe ich vorgeschlagen den mal schnell aus Resten nachzubauen um die Funktion zu testen.
Zudem bietet das Original die Möglichkeit die Seiten der Riemen um 45 Grad anzufasen. Was normal noch mühsamer ist als das Schneiden, aber das Finish der Peitsche erheblich verbessert.
EXKURS: Um normale Lederstreifen zu schneiden gibt es eine Menge Geräte, die meist auch irgendwie gut funktionieren. Dafür braucht man keinen großen Aufwand: nur eine Klinge und irgendeinen Anschlag. Die Anforderung an das Schneiden von Strands für eine Peitsche sind ein wenig anders.
Zum einen ist ein Kangaroo relativ klein, eine Peitsche und damit auch die Strands sehr lang. Damit ist es notwendig immer im Kreis rund zu schneiden um lange Streifen zu erhalten.
Zum anderen ist das Leder sehr dünn - bis unter 1 mm und steht deshalb nicht so stabil wie es zum Beispiel eine 5mm Kuhhaut tut. Es passiert bei normalen Schneidegeräten sehr leicht das sich das Leder an den Anschlag ranknäult und hochdrückt.
Zu guter Letzt benötigt man deshalb eine immer scharfe Klinge die regelmäßig (alle paar Meter) abgezogen werden muss, ganz besonders wenn man diese winzigen Riemen auch noch anfasen will.
Der Bau:
Als Verbesserung sollte man die erste Rolle noch mit einem Sperrstift versehen, damit sie sich beim Festspannen der geraden Klinge nicht mitdreht.
Das machen wir aber sicher noch wenn die Probephase so weit ist das das Teil abschließend als fertig gelten kann.
PS: Das Alu reibt sich auf hellem Leder natürlich ein wenig dunkel ab. Mit Kunststoffrollen ist die Sache zudem einfacher und schneller zu drehen und zu fräsen. Wer also sowieso Material kaufen muss und es nicht in der Restekiste hat, sollte mal in dieser Richtung nachdenken.
Liebe Grüße
mr-hyde
Zum Eintrag in der Datenbank
Nach einigen eigenen Versuchen dünnes Leder zufriedenstellend für das Peitschen flechten so zu schneiden das sie auch halbwegs gleichmäßig sind, habe ich mich mit meinen gescheiterten Ergebnissen an Oliver gewandt, da der da einiges an Erfahrung damit hat.
Da er da auch noch nicht abschließend zufrieden (zumindest in der Geschwindigkeit) war, haben wir erst mal mit ein paar getunten Messerchen herum experimentiert die man auch in der Galerie finden kann. HIER HIER HIER und HIER
Ich persönlich war ja mit den damit zu erzielenden Ergebnissen schon schwer zufrieden, den das aufwändige mit dem Zirkel Vorritzen und dann mit dem Messer nachschneiden war für mich doch ein wenig zu langwierig. Und für frei Hand zu schneiden fehlt mir definitiv das Geschick, das lerne ich nie.
Gerade als die Messer fertig waren kam Oliver mit der Idee des James Leather Cutter.
Da ich mir nicht vorstellen konnte war nun gerade dieses Prinzip funktionieren soll habe ich vorgeschlagen den mal schnell aus Resten nachzubauen um die Funktion zu testen.
Zudem bietet das Original die Möglichkeit die Seiten der Riemen um 45 Grad anzufasen. Was normal noch mühsamer ist als das Schneiden, aber das Finish der Peitsche erheblich verbessert.
EXKURS: Um normale Lederstreifen zu schneiden gibt es eine Menge Geräte, die meist auch irgendwie gut funktionieren. Dafür braucht man keinen großen Aufwand: nur eine Klinge und irgendeinen Anschlag. Die Anforderung an das Schneiden von Strands für eine Peitsche sind ein wenig anders.
Zum einen ist ein Kangaroo relativ klein, eine Peitsche und damit auch die Strands sehr lang. Damit ist es notwendig immer im Kreis rund zu schneiden um lange Streifen zu erhalten.
Zum anderen ist das Leder sehr dünn - bis unter 1 mm und steht deshalb nicht so stabil wie es zum Beispiel eine 5mm Kuhhaut tut. Es passiert bei normalen Schneidegeräten sehr leicht das sich das Leder an den Anschlag ranknäult und hochdrückt.
Zu guter Letzt benötigt man deshalb eine immer scharfe Klinge die regelmäßig (alle paar Meter) abgezogen werden muss, ganz besonders wenn man diese winzigen Riemen auch noch anfasen will.
Der Bau:
- Also habe ich in die Restekiste geschaut und 40 mm Alu gefunden aus dem ich einen Hand voll Rollen mit 10er Loch in der Mitte gedreht habe.
- Ein Endstück mit 10er Gewinde innen, und ein wenig gerändelt damit man es gut zuschrauben kann. Das darf nicht zu kurz sein, sonst hält das Gewinde im Alu zu schlecht.
- Ein Anschlag aus einen Stück 70er Messing gedreht. Unten ein 8er Gewinde rein damit man Ihn mit einer Schraube feststellen kann. Dann für das Kanten anschrägen auf einer Seite ein Reststück Messing angeschraubt und dieses dann in der Form des Rings beigedreht. (besser wäre noch zusätzlich Löten, war aber gerade in dem Moment keine Zeit für da)
- Die Klinge für das Gerade schneiden wird einfach nur zwischen 2 Rollen eingeklemmt. Wenn man ein wenig Gewebeklebeband auf die Stirnseiten macht verrutscht sie auch nicht mehr.
Im Probebetrieb hat sich ergeben, das sich eine möglichst spitze Klingenform anbietet, damit man auch kleine Kurven schneiden kann.
- Da die Feststellschraube immer Kratzer gemacht hat und damit das exakte Feststellen immer schwieriger wurde bekam die Rolle unten für diese Schraube noch eine Nut und ein Stück Federstahl dort eingelegt, damit dies nun nicht mehr passiert
- Für das Kanten anschrägen ist es notwendig das das Messer schräg in eine Nut eingesetzt wird. Da wir uns für handelsübliche 9mm Cutterklingen entschieden haben, muss es dann noch um den Anschliffwinkel gekippt werden, damit die eine Schneide parallel zum Leder liegt. Zudem darf der Nutgrund nicht durch die Mitte laufen, da ja hier der Gewindestab zum zusammenhalten der ganzen Sache ist. Je nach Stelle auf der Stirnfläche verändert sich dadurch aber wiederum der 2. Winkel.
Nach einen gescheiterten Versuch dies rechnerisch zu lösen habe ich das experimentell gemacht und die 5. Nut hat dann auch gestimmt :-)
- In die Nut kommt ein angepasstes Stück Hartholz welches dann ohne Klinge bündig zur Stirnfläche abgeschliffen wird. Wenn die Klinge dann drinnen ist bewirkt diese zusätzliche Dicke eine gute Spannung.
- Nach den ersten Versuchen habe ich die Rolle neben der schrägen Klinge um 2mm abgedreht, damit das abgeschnittene Leder besser frei weglaufen kann und nichts verklemmt.
Für das gerade Schneiden sollte die Rolle aber groß bleiben, damit die Auflage gleichmäßiger ist
- Schnell noch eine neue Tischhalterung geschweißt, damit Oliver das Teil gut an seinen Werktisch schrauben kann und fertig ist das Ganze
Als Verbesserung sollte man die erste Rolle noch mit einem Sperrstift versehen, damit sie sich beim Festspannen der geraden Klinge nicht mitdreht.
Das machen wir aber sicher noch wenn die Probephase so weit ist das das Teil abschließend als fertig gelten kann.
PS: Das Alu reibt sich auf hellem Leder natürlich ein wenig dunkel ab. Mit Kunststoffrollen ist die Sache zudem einfacher und schneller zu drehen und zu fräsen. Wer also sowieso Material kaufen muss und es nicht in der Restekiste hat, sollte mal in dieser Richtung nachdenken.
Liebe Grüße
mr-hyde
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